Wenn Frösche, Kröten und Molche auf Wanderschaft gehen, wird es in Hernals ernst. Seit sieben Jahren stellt der VGT in der Neuwaldegger Straße einen mobilen Amphibienschutzzaun auf. Denn auf dem Weg zum Hanslteich geraten jedes Jahr unzählige Tiere unter die Räder.
Tausende streng geschützte Amphibien konnten so bereits gerettet werden - in vielen tausend Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Frühmorgens, abends, bei Wind und Regen tragen Freiwillige die kleinen Wanderer über die Straße.
Doch das soll kein Dauerzustand bleiben. Nur ein fixes Tunnelleitsystem könne dauerhaft Abhilfe schaffen, betonen die Aktivisten. Die Bezirksvertretung Hernals hat dem Projekt bereits zugestimmt, auch das Budget wurde fixiert. Trotzdem scheint sich der Bau zu verzögern. Seit Monaten gebe es keine verlässlichen Aussagen mehr, wann der Tunnel tatsächlich kommt.
Deshalb wird jetzt demonstriert. Am Mittwoch, 25. Februar 2026, von 15 bis 16 Uhr versammeln sich Tierschützer vor dem Bezirksamt Hernals am Elterleinplatz. Mit Transparenten, Schildern und Megaphon fordern sie die rasche Umsetzung des Amphibienschutztunnels - von manchen liebevoll "Tunnel für Hansi" genannt.
Die Sorge ist groß, denn es geht um die letzten Überlebenden ihrer Art im Wienerwald. Ohne sichere Querung droht vielen Tieren weiterhin der Tod auf der stark befahrenen Straße.
Während im Amt diskutiert wird, hüpfen draußen die Frösche um ihr Leben. Jetzt hoffen die Helfer, dass aus dem "Tunnel für Hansi" bald mehr wird als nur ein Wunsch.