Nicht Materialermüdung, sondern ein Missgeschick auf einer Baustelle war der Auslöser für das Verkehrschaos am Montag in der Leopoldstadt. Wie die MA31 Wiener Wasser berichtet, wurde bei Bauarbeiten für die Linie 18 ein Rohrstrang mit 50 Zentimeter Durchmesser beschädigt.
Das folgenschwere Malheur passierte gegen 12.00 Uhr in der Dr.-Natterer-Gasse. Durch die Beschädigung trat massiv Wasser aus. Die Wassermassen breiteten sich bis zum Handelskai aus, mit nach oben gespültem Schmutz.
Die Folge: Zwischen Elderschplatz und Chrastekgasse ging am frühen Nachmittag nichts mehr. Auch in der Engerthstraße und der Vorgartenstraße kam es zu erheblichen Verzögerungen. Sogar die Gleise der Donauuferbahn standen unter Wasser.
Laut Berufsfeuerwehr wurde die Schadensstelle rasch gesichert. Inzwischen ist das Leck wieder dicht, das Wasser abgelaufen. Gegen 16.00 Uhr konnte der Handelskai wieder freigegeben werden.
Die Arbeiten an der beschädigten Leitung sollen laut MA31 am Dienstag abgeschlossen sein.
Ein einziger beschädigter Rohrstrang reichte also, um halb Leopoldstadt lahmzulegen - und zeigt, wie heikel Bauarbeiten im Untergrund sein können.