Beim österreichischen Nationalteam läuft der Countdown. Nicht nur sportlich, sondern auch in der Trainerfrage. Noch vor der Weltmeisterschaft soll sich entscheiden, ob Ralf Rangnick auch nach der Weltmeisterschaft ÖFB-Teamchef bleibt – oder in Italien als Sportchef bei AC Milan anheuern wird.
Laut "SN"-Informationen soll spätestens kommende Woche endlich Klarheit um die Zukunft des Deutschen herrschen. Zuvor hatte der ÖFB das Thema lange vor sich hergeschoben, erfüllte zuletzt aber offenbar alle Wünsche Rangnicks. Doch dann kam der italienische Traditionsklub Milan ins Spiel und bot Rangnick den Posten als Sportchef an – und der soll auch ernsthaftes Interesse an der Stelle haben. Nun wartet der österreichische Verband auf die Antwort des 68-Jährigen.
Der italienische Traditionsklub will nach einer Krisensaison zurück zu alter Stärke. Rangnick soll laut italienischen Medien aber klare Bedingungen gestellt haben. Er wolle als Sportdirektor das komplette sportliche Sagen haben und alle wichtigen Entscheidungen treffen.
Auch Oliver Glasner hat zuletzt mit Milan gesprochen. Der Oberösterreicher verließ Crystal Palace nach dem Triumph in der Conference League und tauschte sich in einem mehrstündigen Gespräch mit den Klub-Verantwortlichen aus. Glasner soll sich dem Vernehmen nach einen deutschsprachigen Sportdirektor wünschen. Aus Beraterkreisen heißt es, Christoph Freund von Bayern München oder Marcel Schäfer von RB Leipzig seien mögliche Wunschkandidaten.
Offen bleibt, ob Milan tatsächlich bereit ist, große Teile der sportlichen Macht in fremde Hände zu legen. Für den ÖFB drängt jedenfalls die Zeit – denn Rangnicks Zukunft soll nicht erst während der WM zum großen Störfeuer werden.