Im Mai 2026 kehrte die staatliche Förderung für E-Autos in Deutschland zurück - und das sogar rückwirkend für alle Neuzulassungen ab dem 1. Jänner. Die Bundesregierung investiert stolze drei Milliarden Euro, was schätzungsweise für bis zu 800.000 Fahrzeuge reichen soll.
Für reine Elektroautos sind bis zu 6.000 Euro Zuschuss möglich, während Plug-in-Hybride mit bis zu 4.500 Euro gefördert werden. Und das Konzept scheint aufzugehen.
Laut einer aktuellen Analyse des Versicherers HUK-Coburg sind im ersten Quartal 2026 so viele Deutsche privat von einem Verbrenner auf ein reines E-Auto umgestiegen wie nie zuvor, wie inside-digital.de berichtet. In Zahlen: 7,5 Prozent aller Fahrzeugwechsel waren Umstiege auf Stromer.
Doch der Erfolg hätte noch deutlich größer ausfallen können. Denn die Regierung hat sich bewusst gegen eine Förderung für gebrauchte E-Autos entschieden.
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) kritisiert das scharf. "Für viele Verbraucher wird der gebrauchte Stromer zum entscheidenden Einstiegshebel in die Elektromobilität", sagt ZDK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Hasler.
Experten unterstreichen: Eine Förderung günstiger E-Gebrauchtwagen würde diese für Menschen mit geringem Einkommen deutlich attraktiver machen - also genau jene, die sich keine teuren neuen E-Autos leisten können.
Die neue Förderung sieht eine Staffelung nach Haushaltseinkommen vor. Die Maximalförderung von 6.000 Euro bekommen nur Verbraucher mit einem zu versteuernden Einkommen von maximal 45.000 Euro und mit mindestens zwei minderjährigen Kindern.
Kinderlose und Menschen mit höherem Einkommen schauen hingegen durch die Finger. Eine Gebrauchtwagenförderung will das Bundesumweltministerium frühestens ab 2027 prüfen.