Seit 1. Mai gelten strengere Regeln für E-Scooter-Fahrer – und die Polizei macht Ernst. Bei einer Schwerpunktkontrolle am Freitag beim Linzer Brucknerhaus war auch "Heute" vor Ort. Nach nur einer halben Stunde waren schon neun E-Scooter-Lenker angehalten und kontrolliert worden.
Besonders im Fokus stehen die neuen Bestimmungen. E-Scooter dürfen maximal 25 km/h fahren, für Jugendliche unter 16 Jahren gilt Helmpflicht. Die Polizei kontrolliert dabei nicht nur den Fahrer, sondern auch die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge.
"Was Leistungsgrenzen und Geschwindigkeitsgrenzen betrifft, da haben wir eine klare Linie, das wird auch ganz klar zur Anzeige gebracht", stellt Steiner klar. Aus der persönlichen Erfahrung könne sie sagen, dass es großteils junge E-Scooter-Lenker seien, die bei den Kontrollen auffallen und angezeigt werden.
Statistisch erfasst werde das laut Steiner aber nicht. Bei der Schwerpunktkontrolle in Linz bestätigt sich der Eindruck. Die Lenker sind relativ jung und stehen teilweise auf schwerem Gerät. Ein Roller schaffte beim Test 36 km/h. Schließlich wurde aber auch ein älterer Lenker kontrolliert – er war sogar mit Helm unterwegs.
"Wir setzen momentan noch sehr viel auf Dialog und Aufklärung", erklärt Andrea Steiner, stellvertretende Leiterin der Landesverkehrsabteilung. Bei massiven Verstößen hört der Spaß aber auf. Immer wieder würden Scooter entdeckt, die 70 oder sogar 80 km/h erreichen. "Da gibt es nicht sehr viel Verständnis unsererseits", stellt Steiner klar.
Damit die neuen Regeln bei den Fahrern ankommen, verteilen die Beamten gemeinsam mit dem Land Oberösterreich eigens entwickelte Informationsfolder. Viele Lenker hätten sich laut Polizei noch gar nicht mit der aktuellen Rechtslage beschäftigt.
Rund 15 Polizisten waren bei der Aktion in Linz im Einsatz – darunter Motorradstreifen, Fahrradpolizisten, Fußstreifen und zivile Kräfte. Seit Inkrafttreten der neuen Vorschriften werden solche Schwerpunktkontrollen regelmäßig in ganz Oberösterreich durchgeführt.