Sie sind süß, praktisch oder weltweit gefragt – und sie kommen aus Linz. Die neue Ausstellung "Made in Linz. Standort für Handel, Industrie und Handwerk" im Nordico Stadtmuseum zeigt, wie vielfältig die Wirtschaft der Stadt ist. Mehr als 115 Produkte – von der Schwedenbombe bis zur Hightech-Wallbox – erzählen dabei nicht nur von Erfolg, sondern auch von den Menschen dahinter.
Kuratiert wurde die Schau von Andrea Bina und Michaela Nagl. "Die Geschichte von Linz ist untrennbar mit seinen Produkten und Betrieben verbunden", sagt Bina. Genau das wird in mehreren Themenräumen sichtbar: Vom historischen Handel mit Bedienung über den Wandel zur Selbstbedienung bis hin zum Online-Shopping.
Ein besonderes Highlight ist eine original erhaltene Greißlerei aus dem Jahr 1913. Dort wurde noch abgewogen, abgefüllt und persönlich beraten – ein starker Kontrast zur heutigen Einkaufswelt. Später zeigt die Ausstellung, wie Supermärkte und Einkaufszentren das Konsumverhalten verändert haben.
Auch das Handwerk bekommt Raum: Während es früher Hunderte Schuhmacher in Linz gab, sind es heute nur noch wenige. Gleichzeitig erlebt die Reparatur und Maßarbeit ein Comeback. Industrie-Fans kommen ebenfalls auf ihre Kosten – mit Einblicken in große Linzer Betriebe und die Entwicklung von der Dampfmaschine bis zur Digitalisierung.
Im Zentrum steht schließlich die enorme Produktvielfalt: Neben Klassikern wie Keli, PEZ oder Haas finden sich auch moderne Entwicklungen wie Smartphones oder Ladegeräte aus Linz. Die Ausstellung zeigt: Hinter jedem Produkt stecken Arbeitsplätze, Ideen und oft Generationen an Erfahrung.
Auch die Politik betont die Bedeutung: Linz habe sich zu einem vielseitigen Wirtschaftsstandort entwickelt, so Bürgermeister Dietmar Prammer (SPÖ). Und Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer (ÖVP) ergänzt: Wer regional kauft, stärkt die Stadt.
Die Schau läuft von 27. März bis 4. Oktober 2026 und wird von einem umfangreichen Programm begleitet – mit Führungen, Workshops und sogar Exkursionen zu Linzer Betrieben.