Mit einer symbolischen Beerdigung und einer überraschenden Auferstehung eröffnet die ORF-Doku "Aufsperren statt Zusperren! Ist das Wirtshaus noch zu retten?" mit einem neuen Blickwinkel auf das Wirtshaussterben. Wichtige soziale Rituale sind ebenfalls vom Aussterben bedroht, rechtzeitig zu Ostern liegt der Fokus der Folge auf dem Leichenschmaus.
Die Reise der Moderatorin Kira Schinko führt sie dieses mal nach Neufelden zur Familie Rachinger. "Es gibt im Ort unzählige leere Lokale", weiß Schinko. Eine Frage stellte sich die Wirtshaus-Retterin ganz besonders: Wo findet der Leichenschmaus statt, wenn es kein Gasthaus mehr gibt? Etwas überspitzt erzählt Spitzenkoch Philip Rachinger: "Die Leute müssten zu Imbissständen oder McDonalds gehen für den Leichenschmaus".
Auch eine Bestatterin bestätigt Schinko: "Oft werden Begräbnis-Termine an den Tagen ausgerichtet, an denen das eine Wirtshaus noch offen hat". Im Zuge der Doku veranstalteten Kira Schinko und Philip Rachinger also eine symbolische Beerdigung des leerstehenden Wirtshauses "Reblaus" und laden zum gemeinsamen Leichenschmaus. Die Gäste kommen in schwarz, die Beerdigung wird offiziell bei der Bestattung angemeldet.
Doch danach folgt, passend zu Ostern, die "Auferstehung" des Lokals. Mit der "Wirtshausroas", einer außergewöhnlichen Aktion, die den gesamten Ort einbindet, wird die mögliche Auferstehung des Wirtshauses gefeiert.
Mit einem lachenden und einem weinenden Auge blickt Schinko nun auf ihre Reise durch Österreich zurück. Die Ausgabe am 1. April wird vorerst die letzte der Staffel sein. "Es gäbe auf jeden Fall genug Bedarf, weiterzumachen", erklärt sie. Auch aus dem Ausland haben sie bereits Hilferufe erreicht. "Es geht einfach um die Frage, wo Gemeinschaft stattfindet, wenn die Wirtshäuser nicht mehr bespielt werden", erklärt sie. Ausgestrahlt wird die letzte Folge am 1. April um 22.00 Uhr in ORF 1.