Die Frau hatte sich kurz nach Marktstart ein neues iPhone 17 bei einem heimischen Online-Händler gesichert – stolzer Preis: knapp 1.500 Euro. Doch statt Hightech in Händen gab es zunächst nur ein automatisches Mail.
Darin hieß es lapidar, es könne zu Verzögerungen kommen, weil das Gerät nicht ausreichend verfügbar sei. Auf weitere Nachfragen gab es keine Reaktion. Und das sogar mehr als eine Woche nach dem angekündigten Liefertermin.
Die Kundin wandte sich schließlich an die Verbraucherschlichtung Austria – mit Erfolg. Das Verfahren brachte binnen weniger Tage Bewegung in die Sache. Nach nicht einmal einer Woche war das Problem gelöst: Das iPhone wurde wie bestellt zugestellt.
Die Verbraucherschlichtung Austria hilft Konsumentinnen und Konsumenten seit mittlerweile zehn Jahren, Streitigkeiten mit Unternehmen außergerichtlich zu lösen.
Seitdem wurden schon über 12.500 Fälle bearbeitet. Die Stelle wird unter anderem vom Sozialministerium gefördert, auch das Land OÖ unterstützt seit der Gründung.
Behandelt werden ganz unterschiedliche Themen – etwa Onlinekäufe, Reiseprobleme, Streit mit Handwerksbetrieben, Versicherungsfragen oder Gewährleistungsfälle.
"Auch in diesem Fall zeigte sich, dass Schlichtungsverfahren oft zu sehr schnellen und guten Lösungen führen können", sagt Mitarbeiter Joachim Leitner gegenüber "Heute". Und es ist kein Einzelfall – ganz im Gegenteil: Immer mehr Konsumenten wenden sich an die Organisation. 151 Anträge kamen 2025 allein aus Oberösterreich.
Für viele ist die Schlichtung eine echte Alternative zum oft teuren Rechtsweg. "Vier von fünf Unternehmen nehmen an den Verfahren teil", erklärt Leitner. Das Ganze ist für beide Seiten freiwillig – lohnt sich aber nachweislich: In rund 60 Prozent der Fälle gibt es eine außergerichtliche Einigung.