Mercedes-Teamchef Toto Wolff kam nach Monaco-Coup nicht aus dem Schwärmen heraus.Kimi Antonelli kürte sich zum jüngsten Sieger aller Zeiten im "Fürstentum".
"Nach Lewis haben wir jetzt weltweit einen neuen Rockstar bei Mercedes", stellte Wolff klar. Antonelli begeistere die Fans rund um den Globus. "Von Jung bis Alt. Egal, welches Geschlecht da mitfiebert."
Der Hype kommt nicht von ungefähr. Antonelli fährt in seiner ersten vollen Saison bislang wie ein Routinier. Nach sechs Rennen liegt er bereits komfortabel an der Spitze der Weltmeisterschaft – mit 66 Punkten Vorsprung. In Monaco ließ er der Konkurrenz keine Chance und feierte den fünften Sieg in Serie.
Dabei ist der Aufstieg des Italieners atemberaubend. Vor einem Jahr landete er in Monaco noch auf dem letzten Platz. Jetzt gilt er als heißester Anwärter auf den WM-Titel und könnte zum jüngsten Weltmeister der Formel-1-Geschichte werden.
Doch genau darin sieht Wolff auch eine Gefahr. Trotz aller Begeisterung will der Mercedes-Boss verhindern, dass sein Jungstar den Boden unter den Füßen verliert.
"Wir müssen aufpassen, dass er nicht Ikarus wird. Wir müssen ihn auf dem Boden halten", warnte der Österreicher. Die Saison sei noch lang und Übermut könne schnell zum Problem werden.
Wolff weiß, wie schnell sich die Stimmung in der Formel 1 drehen kann. Der Teamchef rechnet damit, dass auch für Antonelli schwierigere Wochen kommen werden. Deshalb sei jetzt vor allem Demut gefragt.
Der Teenager selbst wirkt davon unbeeindruckt. "Ich genieße einfach das Fahren, das Auto und das Wochenende", sagte Antonelli nach seinem Monaco-Triumph. Er wolle weiter hart arbeiten und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen.