Neues Corona-Medikament wirkt auch gegen Omikron

Nach vielversprechenden Tests strebt mit Ensovibep ein weiteres Corona-Medikament die Zulassung an (Symbolfoto).
Nach vielversprechenden Tests strebt mit Ensovibep ein weiteres Corona-Medikament die Zulassung an (Symbolfoto).Getty Images/iStockphoto
Im Kampf gegen das Coronavirus gibt es gute Nachrichten: Nach vielversprechenden Tests strebt mit Ensovibep ein weiteres Medikament die Zulassung an.

Im Kampf gegen das Coronavirus gibt es gute Nachrichten: Das Corona-Medikament des Schweizer Pharmakonzerns Novartis könnte binnen Wochen auf den Markt kommen. Ensovibep habe die Viruslast klar reduziert. "Man kann jetzt den Notfallzulassungsantrag stellen", sagte Patrick Amstutz, Chef von Novartis-Partner Molecular am Montag. Damit bekommen Pfizer mit Paxlovid und Merck & Co mit Molnupiravir möglicherweise neue Konkurrenz.

80 Prozent weniger Spitalsaufenthalte

Die Studie habe eine deutliche Verringerung um rund 80 Prozent bei Spitalsaufenthalten und Besuchen in der Notaufnahme gezeigt. Auch gegen Omikron wirke das Covid-Mittel. Dazu sei es in allen Dosierungen sicher und gut verträglich. Weiters dürfte das Vakzin in den nächsten Jahren nicht weiterentwickelt werden müssen, denn es sollte auch bei neuen Varianten des Coronavirus wirksam bleiben.

Der Pharmakonzern Novartis produziert an seinem Tiroler Standort in Kundl den Corona-Impfstoffkandidaten von CureVac.
Der Pharmakonzern Novartis produziert an seinem Tiroler Standort in Kundl den Corona-Impfstoffkandidaten von CureVac.EXPA / APA / picturedesk.com

Ein Novartis-Sprecher sagte, man wolle noch im Jänner bei der US-Arzneimittelbehörde FDA die Notfallzulassung für das Medikament beantragen. 

Unter dem EUA-Protokoll (Emergency Use Authorization) sei eine Freigabe binnen Wochen statt Monaten möglich. Auch in Österreich und anderen Ländern will Novartis die Marktfreigabe beantragen.

Eigener Standort in Tirol

Als Lizenzpartner soll Novartis, welches auch einen Standort in Kundl (Tirol) betreibt, verantwortlich für die Entwicklung, die Herstellung, den Vertrieb und die Kommerzialisierung von Ensovibep sein. Molecular Partners bekommt mit dem Bestehen der Phase-II-Studie etwa 145 Millionen Euro von Novartis und anschließend 22 Prozent auf den Umsatz, den Novartis mit dem Medikament erzielt. 

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