Die UAE-Mannschaft von Rad-Star Pogacar hat bei der Tour de France offenbar mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen – und auch der Gesamtführende befeuerte beim Start der ersten Alpen-Etappe zur Bergankunft in Orcieres-Merlette am Donnerstag entsprechende Gerüchte.
Pogacar erschien beim Start in Voiron mit einer schwarzen Rennhose zum Gelben Trikot, dies hatte er seit vier Jahren nicht mehr so praktiziert. Ein Hinweis auf Magen-Darm-Probleme?
"Die Stimmung bei Tadej und den anderen ist gut", sagte Teamchef Mauro Gianetti vor Etappenstart im belgischen Fernsehen. Auch dem Briten Adam Yates, der am Mittwoch unter erheblichen Magenproblemen gelitten hatte, gehe es wieder gut. Ihn habe man beim Essen und im Mannschaftsbus isoliert.
Beim Teamkollegen Tim Wellens klang dies aber etwas weniger zuversichtlich. "Adam fühlt sich nicht besonders gut, und mir geht es auch nicht besonders gut", sagte der Belgier, ergänzte: "Ich habe Halsschmerzen, Schleim und fühle mich einfach nicht fit. Aber mehr als die Hälfte unserer Mannschaft ist nach wie vor in Topform." Der Deutsche Nils Politt sprach in der ARD von "Schadensbegrenzung", um die es für das Team am Donnerstag gehe.
Die Etappe konnte Pogacar im Gelben Trikot jedenfalls beenden und auch noch Kräfte schonen. Der Slowene verwaltete und kam mit der Gruppe der Spitzenfahrer gemeinsam im Ziel an, hatte 4:35 Minuten Rückstand – zeitgleich mit Verfolger Remco Evenepoel. Damit hält der slowenische Rad-Star den Vorsprung auf den Belgier in der Gesamtwertung bei 4:32 Minuten. Isaac de Toro ist weiterhin Gesamt-Dritter (+6:51).
Der Etappensieg ging an Richard Carapaz, der sich auf den drei Kilometern auf dem Weg zur Bergankunft in Orcieres-Merlette absetzte, die Ausreißergruppe abschüttelte. Carapaz siegte in 4:26:21 Stunden vor Mauro Schmid und dem US-Amerikaner Matteo Jörgenson (jeweils +0:45 Minuten) durch.
Am Freitag und Samstag stehen dann zwei schwere Alpen-Etappen, jeweils mit Bergankünften in Alpe d´Huez, auf dem Programm.