Formel 1

Neues Team will schon in zwei Jahren in Formel 1 fahren

Die Formel 1 boomt. Deshalb gibt es auch immer mehr Teams, die den Sprung in die "Königsklasse" wagen wollen. So auch ein Rennstall aus Asien. 
Heute Redaktion
03.05.2023, 21:31
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Der Motorsport-Weltverband FIA hat einen offiziellen Prozess gestartet, um neue Teams in die Formel 1 zu holen. Seither gibt es mehrere Interessenten: allen voran Michael Andretti, der mit der Unterstützung von Cadillac den Sprung in die Rennserie schaffen will. Das "Formula Equal"-Team, ein Rennstall, der zu 50 Prozent mit Frauen besetzt sein soll, sucht derweil noch nach Geldgebern. 

Team aus Asien

Nun hat sich aber ein weiterer Interessent an die Öffentlichkeit gewandt: ein Team, das auf den Namen "LKY SUNZ" hört, im Motorsport aber kein Unbekannter ist. Denn dahinter versteckt sich das "Panthera Team Asia", das bereits seit 2019 an einem Formel-1-Einstieg arbeitet. Der Rennstall will sich demnach der "Unterhaltung und Jugendkultur" verschreiben und bereits 2025 oder 2026 mit dem Start des neuen Formel-1-Motorenreglements einsteigen – also womöglich schon in weniger als zwei Jahren. 

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Das Team möchte einen Standort in Südostasien als Hauptquartier wählen, bis zur Fertigstellung der Fabrik würden die Boliden dann in Europa gebaut werden. Besonders bemerkenswert: die Finanzierung des Rennstalls ist bereits gesichert. Unter anderem dank des US-Sportfonds "Legends Advocates Sports Group", der einen Großteil der Finanzierung stemmen soll. Auch asiatische Sponsoren seien Teil von "LKY SUNZ", das sich groß auf die Fahnen geschrieben hat, unterrepräsentierte Gruppen im Motorsport zu fördern. 

"Wir freuen uns, dass unsere Investoren unsere Vision der Verschmelzung von Jugendkultur und Rennsport teilen, um ein Team zu schaffen, das die Formel 1 verändern wird. Unser Leitgedanke ist es, etwas Neues in den Sport zu bringen, um ein neues Publikum anzusprechen. Weil wir das einzige Team sind, das außerhalb der traditionellen Korridore operiert und Programme entwickelt, um Talente aus unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen anzuziehen, können wir eine Gedankenvielfalt einbringen, die es in der Formel 1 noch nicht gegeben hat", wurde der Team-CEO Benjamin Durand zitiert. 

Teams stemmen sich gegen Neueinsteiger

Noch bis Ende Juni können interessierte Teams am Prozess der FIA teilnehmen. Das Ziel des Motorsport-Weltverbandes war es, bis zu zwei neue Rennställe in die "Königsklasse" zu bringen. Ein Vorstoß, der nicht ganz uneigennützig ist, bringen mehr Teams doch mehr Antrittsgelder für die FIA. 

Die zehn bestehenden Teams wehren sich derweil mit Händen und Füßen gegen neue Konkurrenten, sie müssten die Einnahmen mit weiteren Teams teilen. Deshalb müssten interessierte Teams in den sogenannten "Verwässerungsfonds" der Formel 1 bis zu 600 Millionen Euro einzahlen. Namhafte Hersteller, wie etwa Audi, der Sauber übernimmt, werden hingegen mit offenen Armen empfangen. 

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