Ein Treffen mit einer vermeintlichen Prostituierten endete für Jed York in Handschellen. Der Besitzer der San Francisco 49ers geriet im US-Bundesstaat Ohio in eine Polizei-Falle – nun sorgen aufgetauchte Bodycam-Aufnahmen für neue Brisanz.
Der 46-Jährige soll sich unter dem Namen "Joe" mit einer vermeintlichen Prostituierten in einem Trailerpark in East Palestine verabredet haben. Tatsächlich warteten dort allerdings Undercover-Ermittler auf den NFL-Milliardär.
Nun sind Bodycam-Aufnahmen der Festnahme aufgetaucht – und die zeigen einen offenbar völlig überraschten York.
Der 49ers-Boss war demnach mit einem gemieteten VW Atlas zum vereinbarten Treffpunkt gefahren. Als die Polizisten auf ihn zukamen, fragte er: "Darf ich fragen, was Sie hier machen?" Ein Beamter konterte: "Was machen Sie hier?" York antwortete lediglich: "Ich fahre nur."
Auch auf die Frage "Wollen Sie jemanden treffen?" antwortete der 46-Jährige mit einem knappen "Nein". Offenbar war den Polizisten zu diesem Zeitpunkt selbst noch nicht bewusst, welchen prominenten Mann sie gerade festgenommen hatten.
Laut Polizeibericht waren für das Treffen 160 Dollar vereinbart worden. Für ungeschützten Sex wären demnach weitere 20 Dollar verlangt worden.
Nach seiner Festnahme verbrachte York einen Tag hinter Gittern und kam gegen eine Kaution von 5000 Dollar wieder frei. Im Rahmen einer Einigung mit der Staatsanwaltschaft zahlte er anschließend 1150 Dollar. Das Geld soll einer Organisation zugutekommen, die gegen Menschenhandel kämpft.
Auch für die San Francisco 49ers könnte die Angelegenheit noch Folgen haben. Beim Treffen der 32 NFL-Teambesitzer am Mittwoch in Atlanta fehlte York. Stattdessen vertrat CEO Al Guio die Franchise.
NFL-Commissioner Roger Goodell bestätigte bereits, dass sich die Liga mit dem Fall beschäftigt. "Die Sache wird im Rahmen unseres Kodexes über persönliches Fehlverhalten geprüft. Das werden wir tun – und wenn es etwas zu berichten gibt, werden wir sprechen."