Wildtiere

Nicht Hund und Katz' - nun werden Reptilien ausgesetzt

Die sogenannten "Corona-Haustiere" haben sich nicht "nur" auf Hund oder Katze beschränkt - nun kommen auch die ungewollten Reptilien zurück. 

Christine Kaltenecker
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Diese männliche Bartagame wurde im Draschepark (Wien-Leasing) in einem Gebüsch entdeckt.
Diese männliche Bartagame wurde im Draschepark (Wien-Leasing) in einem Gebüsch entdeckt.
©Tierschutz Austria

In Wien-Liesing wurde kürzlich im Draschepark von einer Spaziergängerin ein kleiner "Drache" im Gebüsch entdeckt. Die männliche Bartagame dürfte wohl - wie so viele andere Tiere - einfach ausgesetzt worden sein. Tierschützer von Tierschutz Austria brachten das kleine Reptil ins Tierschutzhaus Vösendorf, wo es nun versorgt wird. 

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    Im Draschepark im 23. Wiener Gemeidnebezirk wurde diese hübsche Bartagame ausgesetzt.
    Im Draschepark im 23. Wiener Gemeidnebezirk wurde diese hübsche Bartagame ausgesetzt.
    ©Tierschutz Austria

    Zuviel Arbeit

    Der kleine Kerl wurde auf den Namen "Paul" getauft und erholt sich gerade von seinem unfreiwilligen Ausflug. Da viele die Haltungs-Anforderungen unterschätzen, wartet aber nicht nur "Paul" auf neue Besitzer. Sechs weitere Bartagamen (alles Männchen) leisten ihm vorläufig im Tierheim Gesellschaft. 

    Ein paar Fakten: 
    Bartagamen sind Schuppenkriechtiere und stammen eigentlich aus Australien. Die „kleinen Dinosaurier“ erreichen eine Länge von 30 bis 50 Zentimeter, allein der Schwanz nimmt ein Drittel bis die Hälfte der Gesamtlänge ein. Ihr markantestes Merkmal sind die Stacheln. Sie finden sich auf Rumpf, Beinen und Schwanz, entlang der Flanken und der Kopfbasis. Eine Stachelreihe findet sich auch an der Hinterkante des Unterkiefers, bei den meisten Arten dehnt sich diese bis über die Kehle aus und formt so eine Art „Bart“.