Start aus der Box, Reifenschaden, trotzdem als Dritter auf das Podest gefahren! Max Verstappen hat in Brasilien ein echtes Husarenstück hingelegt. Platz drei nach einem völlig verkorksten Samstag: "Das hätte ich nie erwartet", staunt der Red-Bull-Star selbst.
Schon kurz nach dem Start gab es in Sao Paulo den nächsten Rückschlag: "Ich hatte gleich am Anfang einen Plattfuß, deswegen mussten wir nochmal stoppen. Danach war ich Letzter und dachte mir: 'Mein Gott, dieses Wochenende läuft wirklich gar nicht für mich.'" Doch Verstappen ließ sich nicht hängen: "Du musst dich dann einfach fokussieren und das Beste daraus machen."
Er lobt vor allem das Team: "Wir geben nie auf. Wir versuchen immer, uns zu verbessern. Gestern war sehr hart, aber heute haben wir wieder das Gefühl im Auto gefunden."
Denn: Über Nacht hatte Red Bull das komplette Setup geändert – mit spürbarem Effekt. "Es war einfach alles zusammen: Setup, Balance, die niedrigeren Temperaturen – das Auto hat sich viel besser angefühlt."
Trotz des starken Auftritts weiß Verstappen, dass Lando Norris mit dem Sieg einen Riesenschritt in Richtung WM-Titel gemacht hat. Drei Rennen und ein Sprintrennen vor Saisonende liegt er 49 Punkte vor Verstappen und 24 Zähler vor Teamkollege Oscar Piastri.
"Wir haben die WM nicht hier verloren, sondern von Rennen eins bis Zandvoort. Es gab viele Wochenenden, an denen wir einfach nicht schnell genug waren. Heute war stark, aber es reicht nicht, um das auszugleichen", stellt Verstappen klar.
Trotzdem begeisterte die Aufholjagd die Formel-1-Fans – beeindruckend, wie entschlossen Verstappen durch das Feld pflügte. "Du versuchst natürlich, so schnell wie möglich vorbeizukommen, aber manche Autos hängen in einem DRS-Zug – da ist es nicht immer einfach."
Am Ende fehlten ihm trotz Boxenstart und Zusatzstopp nur rund zehn Sekunden auf den Sieger. "Ein unglaubliches Ergebnis", zieht er Bilanz.