Was als buntes Fest für Vielfalt und Toleranz gedacht war, endete am Samstagabend in einer Tragödie. Ein Auto raste beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin in eine Menschenmenge. Eine Frau kam ums Leben, zahlreiche weitere Menschen wurden verletzt. Die Pride-Parade wurde daraufhin abgebrochen.
Die schrecklichen Bilder lassen auch Moderator und "Mörbisch"-Intendant Alfons Haider nicht los. "Was in Berlin passiert ist, ist ein Verbrechen – dass ein Mensch aus dem Leben gerissen wurde", sagt er auf Instagram.
Besonders das Schicksal der Angehörigen beschäftigt ihn: "Ich habe die ganze Nacht nicht schlafen können. Wenn man sich vorstellt, wie das ist, wenn jemand an der Tür läutet und sagt: 'Ihre Tochter ist tot.'"
Doch trotz der schrecklichen Ereignisse dürfe man sich nicht einschüchtern lassen, betont Haider und macht klar: "Wir müssen weiter sichtbar bleiben auf den Straßen." Veranstaltungen wie die Pride, jedes Theaterstück oder jedes Musical, das Verständnis und Toleranz fördern kann, sei jetzt wichtiger denn je.
"Ich hätte nie geglaubt, dass ich selbst noch einmal Angst haben würde", gibt Haider zu. Dennoch macht der Entertainer klar: Gerade jetzt müsse man weiter für Sichtbarkeit, Toleranz und Zusammenhalt eintreten.