Mit Hits wie "Heul doch" und "Virus" gelang der deutschen Sängerin LaFee, bürgerlich Christina Klein (34), vor fast 20 Jahren der große Durchbruch. Der erste Stein für ihre erfolgreiche Karriere wurde in Wien gelegt, da hat sie 2004 am "Kiddy Contest" teilgenommen. "Heute" hat sie zum Gespräch getroffen.
Die Karriere der Musikerin geht schon lange: "Ich würde sagen, die Fans sind mit mir mitgewachsen, aber es sind auch viele dabei, die neu dazugekommen sind. Aber auch viele, die von früher dabei sind, die mittlerweile ihre Kinder mitbringen. Es ist ganz lustig. Die, die früher noch zu jung waren, um auf ein Konzert zu gehen, weil die Eltern ihnen das verboten haben, die kommen jetzt mit ihren Müttern vorbei", erzählt LaFee im "Heute"-Talk.
Einen Monat war die Mutter eines zweijährigen Sohnes jetzt auf Tour, Wien ist der vorletzte Stopp. Neben ihren Klassikern spielt sie auch viele Hits aus ihrem aktuellsten Album "Schatten und Licht": "Für mich war es spannend, über Themen zu reden auf diesem Album, die ich so noch nicht bearbeitet habe in Songs. Und das ist das Schöne an der Kunst, die ich mache, dass ich Dinge ansprechen kann, die mich gerade beschäftigen oder die mir jetzt gerade wichtig sind", erzählt sie.
„Schubladendenken ist ganz schlimm“LaFeeim Gespräch mit "Heute"
2021 hat die Sängerin einen Abstecher in die Schlagerbranche gemacht: "Du musst nicht nur, weil du ein deutscher Artist bist, der mit Rock bekannt geworden ist, im Rocksegment bleiben. Du kannst auch mal was anderes probieren. Das machen uns, finde ich, Justin Timberlake, Beyoncé, Taylor Swift, all diese Leute machen uns das immer wieder vor und da ist das kein Problem", erklärt sie im Gespräch mit "Heute".
"Ich hasse Schubladendenken, das ist ganz schlimm, man limitiert sich als Mensch so sehr dadurch, wenn man in Schubladen denkt. Deswegen schwimme ich immer oft gegen den Strom, was aber auch super ist, weil so bleibe ich mir selber treu. Und ich glaube, dass am Ende, dass der Mensch, der zum Beispiel jetzt vor der Bühne steht, der spürt, dass ich da bin und nicht irgendein Konstrukt dort steht von irgendwem", so LaFee.
Als die Sängerin mit gerade mal 16 Jahren an Hoch ihrer Karriere war, war auch eine andere deutsche Band am Peak ihrer musikalischen Laufbahn: Tokio Hotel. Gekreuzt haben sich die Wege der zwei Rockstars aber nie: "Ich glaube einfach, dass unser Leben dafür in zu unterschiedlichen Regionen stattgefunden hat. Und man hat sich irgendwie nie gekreuzt. Früher waren wir beide zu erfolgreich", erklärt sie "Heute" .
"Wir haben irgendwie nie zusammengefunden, weil jeder sein Ding gemacht hat. Und jetzt macht auch wieder jeder sein Ding", fügt sie hinzu. Eine Zusammenarbeit mit Bill und Tom Kaulitz würde sie aber nicht ausschließen. Wer weiß, vielleicht gibt es auf dem nächsten Album also die von Fans erhoffte Kollaboration...