Hagelkörner größer als Tennisbälle, heftige Sturmböen und enorme Regenmengen: Ein schweres Unwetter hat am Montag, dem 24. August, die spanische Hafenstadt Tarragona getroffen. Aufnahmen aus der Stadt zeigen die Folgen der heftigen Gewitter.
Besonders drastisch sind Bilder von zahlreichen toten Tauben. Auf einem in sozialen Medien verbreiteten Video sind mindestens 100 leblose Tiere auf dem Boden zu sehen. Sie sollen von den riesigen Hagelkörnern getroffen worden sein.
Fotos vom Unwetter zeigen Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu neun Zentimetern. Damit waren manche sogar größer als ein Tennisball.
Auch für Menschen stellte der Hagel eine Gefahr dar. Ein Mann, der während des Unwetters im Freien unterwegs war, wurde an Armen und Beinen getroffen. Die Hagelkörner hinterließen deutliche Spuren auf seinem Körper. "Es fielen Hagelkörner, die ich noch nie zuvor gesehen habe", erklärte der Spanier gegenüber "Antena 3".
Doch nicht nur der Hagel sorgte für Probleme. Starke Sturmböen und sintflutartiger Regen führten zu Überschwemmungen, Schäden, Stromausfällen und Streckensperren.
Innerhalb von nur drei Stunden wurden in Tarragona 77,3 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen. Feuerwehr und Notrufzentrale erhielten Hunderte Meldungen.
Als mögliche Ursache für die besonders heftige Gewitterzelle gilt eine Kombination mehrerer Wetterfaktoren. Eine instabile Atmosphäre traf demnach auf starke Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit. Dazu kamen plötzliche Veränderungen bei Windgeschwindigkeit und Windrichtung.
Wie gewaltig der Hagel war, zeigen nicht nur die bis zu neun Zentimeter großen Körner. Auf den Aufnahmen aus Tarragona liegen nach dem Unwetter zahlreiche tote Tauben auf dem noch nassen Asphalt.