Viel zu viele Bleifüße: Zahlreiche Städte und Gemeinden tun sich immer schwerer, Raser in die Schranken zu weisen. Sie setzen daher auf Blitzer, die im Verborgenen arbeiten. Diese Methode arbeitet ist auch in der Innviertler Metropole Ried erprobt.
Die mobilen Geräte in der 13.000-Einwohner-Stadt tun ihre Dienste meist heimlich, still und leise. Denn die moderne Technik steckt in Autos, die unscheinbar am Straßenrand parken.
Die Rieder Politik setzt dennoch auf Transparenz: Um sich nicht dem Vorwurf der Abzocke auszusetzen, werden regelmäßig auf der offiziellen Gemeinde-Website die Positionen veröffentlicht. Die Infos landen im Monatsrhythmus im Internet.
Aktuell sind das die Goethestraße, die Josef-Kränzl-Straße und die Südtiroler Straße. Aber schon bald, beginnend mit April, beziehen die Autos neue Standorte.
Auch Traun im Bezirk Linz-Land setzt auf eine ähnliche Strategie, um rücksichtlose Lenker auszubremsen. "Heute" hat sich vor kurzem bei Stadtchef Karl-Heinz Koll (ÖVP) erkundigt. Seine Bilanz nach rund zwei Jahren: "Alle fahren viel langsamer. Das ist für die Sicherheit großartig."