NÖ: Tierhasser nimmt Andenken von getöteten Tieren mit

Am Fräbereigelände in Möllersdorf treib seit März 2021 ein Tiermörder sein Unwesen. Zuerst waren es Zicklein - nun Igel.
Am Fräbereigelände in Möllersdorf treib seit März 2021 ein Tiermörder sein Unwesen. Zuerst waren es Zicklein - nun Igel.©privat
Ermordet. Entstellt. Öffentlich drapiert. Seit März 2021 treibt ein offensichtlicher Tierhasser in Möllersdorf (NÖ) sein Unwesen. Zeugen sind ratlos. 

Zuerst wurden drei junge Ziegen einer grasenden Herde, am ehemaligen Färbereigelände in Möllersdorf (NÖ) bestialisch ermordet und nun vergreift sich offenbar die selbe Person an Wildtieren, die er so erwischt. Zwei Igel wurden innerhalb der letzten Tage, feinsäuberlich in einem alten Blumentrog drapiert - alle vier Pfoten waren bis zum Rumpf abgeschnitten worden! "Heute" sprach mit Zeugin Kornelia Gamauf: 

Details

Begonnen hat alles mit dem Nachwuchs der Ziegenherde, am ehemaligen Färbereigelände im niederösterreichischen Möllersdorf. Der Besitzer der Herde, der liebevoll von den Bewohnern "Ziegenpeter" genannt wird, stellte seine Ziegen wie üblich im Frühjahr 2021 als natürliche "Rasenmäher" und Befugnis der Gemeinde, auf das Gelände. Einige Tiere waren zu diesem Zeitpunkt natürlich trächtig und bekamen ihre Jungen. "Das erste Zicklein entdeckte der 'Ziegenpeter' unter einem Anhänger", so Gamauf. Der Besitzer dachte sich hier noch nicht viel dabei, denn es könnte ja auch ein freilaufender Hund, Fuchs oder Marder der Täter gewesen sein. 

Die Ohren wurden mitgenommen

Das zweite Zicklein jedoch wurde wesentlich schlimmer zugerichtet. "Der Bauch und die Gurgel waren aufgeschlitzt, zwei Stichwunden an den Seiten waren zu erkennen und dem Tier fehlte ein Ohr", erzählt Gamauf. Ab diesem Zeitpunkt schloß man ein Raubtier als Täter aus. Entsorgt wurde das kleine Ziegenjunge übrigens im angrenzenden Mühlbach. "Bei dem dritten Zicklein bot sich das gleiche, scheußliche Bild. Bauch und Gurgel aufgeschlitzt und das Ohr fehlte", sagt die Hundebesitzerin, die jeden Tag dort spazieren geht. Allerdings hat man sich hier keine große Mühe gemacht, es zu verstecken, denn es lag direkt hinter dem abgesteckten Zaun. Nachdem diese Gräueltaten selbstverständlich bei der Polizei und Gemeinde gemeldet wurden, riet man dem Ziegenpeter vorläufig mit seiner Herde in ein anderes Gebiet zu "übersiedeln". 

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Jetzt sind die Wildtiere dran

Nachdem die Ziegen nun kein Ziel mehr für den Täter waren, vergreift er sich offensichtlich nun an den Wildtieren, die zu klein und zu langsam sind, um ihm zu entkommen. Bezeichnend ist nämlich, dass es sich immer nur um die Jungtiere handelt und nie ein erwachsenes Tier angegriffen wurde. 

Bereits der zweite Igel wurde nun in einem alten Beton-Blumentrog ohne Beine drapiert. Die Pfoten waren bis zum Rumpf abgeschnitten und die Polizei ist alarmiert. "Ich habe einfach Angst um meine Haustiere", sagt Gamauf und erzählt weiter, "wer weiß schon, was so jemanden als nächstes einfällt? Eine Katze? Ein Hund? Ein Kind?" Berechtigte Frage...

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