Es hätte dramatisch enden können. Prinz Frédéric von Anhalt wurde am Mittwoch per Krankenwagen in eine Klinik nach Waldshut-Tiengen eingeliefert und dort sofort notoperiert. Der Grund: Eine alte Unfallwunde hatte sich erneut geöffnet – mit gefährlichen Folgen.
Vor wenigen Wochen war der 80-Jährige in Phuket (Thailand) nach seinem freiwilligen Ausstieg bei "Kampf der RealityAllstars" (RTL2) von einem Auto angefahren worden. Eine offene Wunde am Arm wurde damals genäht, die Fäden später in Deutschland gezogen. Doch der Unfall war offenbar nie vollständig ausgeheilt.
Während Dreharbeiten zu einer neuen Realityshow in Donaueschingen bemerkte Frédéric plötzlich starke Schmerzen und Blutungen. "Die Wunde war wieder offen. Sie blutete stark, und ich konnte kaum noch meine Hand bewegen oder mir ins Gesicht fassen", schildert er.
Ein befreundeter Arzt am Set reagierte sofort alarmiert – und behielt recht. Frédéric wurde direkt ins Krankenhaus gebracht, wo die Mediziner keine Zeit verloren. "Ich wurde sofort notoperiert", so der Prinz.
Der behandelnde Arzt Dr. Dr. Andreas Dorow erklärt gegenüber "Bild" die Dramatik des Eingriffs: "Wir mussten unter Vollnarkose eine große Menge Eiter sowie Schmutzpartikel entfernen, die offenbar noch von der Unfallstelle in Thailand stammten."
Besonders brisant: Die Infektion hätte sich weiter ausbreiten können. "Das war hochdringlich. Hätten wir länger gewartet, hätte der Eiter die Knochen befallen können. Das wäre lebensbedrohlich gewesen", so Dorow.
Zur Einordnung: Es drohten Sepsis (Blutvergiftung) oder sogar eine Amputation des Arms. Jetzt wird Prinz Frédéric mit starken Antibiotika behandelt und trägt eine Armschiene.
Der Reality-Star zeigt sich trotz allem gefasst und auch dankbar: "Ich bin eigentlich nicht wehleidig und war fast nie krank. Früher hatte ich oft einen Schutzengel. Heute weiß ich, dass meine verstorbene Frau Zsa Zsa Gabor von oben auf mich aufpasst."