Schaltzentrale für Notizen

Notebooks in Gemini starten jetzt in Österreich

Google erweitert Gemini um eine neue Funktion. Notebooks soll Chats, Dokumente und Lernmaterialien an einem Ort bündeln.
Rene Findenig
10.06.2026, 19:16
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Wer für Prüfungen lernt, umfangreiche Projekte organisiert oder täglich mit großen Mengen an Informationen arbeitet, kennt das Problem: Oft kostet nicht die eigentliche Aufgabe die meiste Zeit, sondern das Sortieren von Notizen, Dokumenten und Gedanken. Genau hier setzt Google mit einer neuen Funktion für seinen KI-Dienst Gemini an. Die sogenannte Funktion "Notebooks" ist ab sofort auch für Nutzerinnen und Nutzer im deutschsprachigen Raum verfügbar. Mit der Neuerung erhält Gemini eine Art zentrale Arbeitsumgebung, in der Inhalte gesammelt, geordnet und weiterverarbeitet werden können.

Statt Informationen auf verschiedene Programme oder Dateien zu verteilen, sollen Chats und Dokumente an einem Ort zusammenlaufen. Ziel ist es, den Überblick über größere Themenbereiche zu erleichtern und die Arbeit mit umfangreichen Informationen zu vereinfachen. Besonders interessant ist dabei die Verbindung mit NotebookLM. Das KI-gestützte Recherche- und Lernwerkzeug von Google wurde in den vergangenen Monaten vor allem durch seine Fähigkeit bekannt, große Dokumentenmengen auszuwerten und daraus verständliche Zusammenfassungen zu erstellen.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Durch die Verknüpfung beider Angebote sollen Nutzer künftig flexibler zwischen Recherche, Organisation und Auswertung wechseln können. Google beschreibt Notebooks als digitale Sammelstelle für Informationen. Dort können Dokumente abgelegt, Inhalte strukturiert und anschließend mit Hilfe von KI-Funktionen bearbeitet werden. Wer etwa Skripten für die Universität, umfangreiche Berichte oder Projektunterlagen verwaltet, kann diese Inhalte zentral organisieren und anschließend analysieren lassen. Die neue Funktion richtet sich dabei nicht ausschließlich an Studierende.

Automatische Aufbereitung von Informationen

Auch im Berufsalltag dürfte sie für viele Menschen interessant sein. Gerade bei größeren Projekten entstehen oft zahlreiche Dokumente, Gesprächsnotizen und Informationsquellen. Diese Materialien können in einem Notebook gebündelt werden, um sie später gemeinsam auszuwerten oder daraus neue Inhalte zu erstellen. Ein wesentlicher Bestandteil der Neuerung ist die automatische Aufbereitung von Informationen. Lange Texte lassen sich laut Google in strukturierte Lernhilfen umwandeln. Nutzer können dadurch schneller wichtige Inhalte erkennen, Zusammenfassungen erstellen oder sich auf Prüfungen vorbereiten.

Die KI soll helfen, zentrale Aussagen aus umfangreichen Dokumenten herauszufiltern. Darüber hinaus können die Inhalte auch in andere Formate überführt werden. Google verweist darauf, dass sich aus den Informationen KI-generierte Audio- und Videoübersichten erstellen lassen. Dadurch sollen Inhalte nicht nur gelesen, sondern auch in alternativen Darstellungsformen konsumiert werden können. Die Einführung erfolgt zu einer Zeit, in der KI-Dienste zunehmend über klassische Chatfunktionen hinauswachsen. Die großen Anbieter entwickeln ihre Systeme immer stärker zu umfassenden Arbeitsplattformen weiter.

Dokumentenverwaltung, Recherche, Wissensorganisation und Inhaltserstellung rücken dabei immer näher zusammen. Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das vor allem eine stärkere Verzahnung verschiedener Werkzeuge innerhalb eines einzigen Systems. Statt Informationen zunächst zu sammeln, anschließend separat auszuwerten und danach erneut aufzubereiten, sollen mehrere Arbeitsschritte direkt innerhalb der Gemini-Umgebung möglich werden.

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