Coronavirus

Nur ein Prozent der Ungeimpften will sich impfen lassen

Die Impfpflicht in Österreich in Kraft und trotzdem will sich ein überwältigender Großteil der Ungeimpften nicht den Stich abholen. 
Heute Redaktion
09.02.2022, 11:18

Am Wochenende kommt es in Österreich zu weiteren Öffnungsschritten. Die Bundesregierung erlaubt Ungeimpften nun wieder den Besuch von körpernahen Dienstleistungen wie etwa einem Frisörtermin. Zeitgleich ist bereits die Impfpflicht in Kraft, die dafür sorgen soll, dass sich bisher noch Ungeimpfte den Stich gegen das Coronavirus holen. Eine Studie der Universität Wien zeigt aber, dass die Bereitschaft dazu äußerst gering ist. 

Mehr als eine Million noch ungeimpft 

Laut einer Umfrage der Uni Wien ist nur noch ein Prozent der noch über 1,3 Millionen Ungeimpften bereit sich die Impfung abzuholen. Trotz Impfpflicht, die ab 15. März auch mit Strafen sanktioniert werden wird, weigern sich demnach viele Bürgerinnen und Bürger noch. 

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In Niederösterreich ist die mangelnde Impfbereitschaft besonders spürbar. "Man merkt schon, dass viele mit der Impfpflicht unzufrieden sind, mit dem Druck dahinter“, sagt Viola Vida, Administratorin des Impfzentrum im Gespräch mit dem "ORF". Der Trend zeigt derzeit österreichweit klar, dass die täglichen Impfzahlen hauptsächlich auf Booster-Stiche zurückzuführen sind. Zuletzt waren es täglich rund 1.500 Erstimpfungen, den fast 12.000 Drittstiche gegenüberstehen.

Einige Impfmuffel haben sich jedoch dennoch in letzter Zeit überzeugen lassen. Wie "Heute" exklusiv berichtete, gibt es einige die nun aufgrund der Impfpflicht und eigenem Pragmatismus den Weg in die Impfstraßen suchen, sie wollen einfach keine Strafe zahlen und verstehen sich nicht als Hardcore-Impfgegner. 

Krankenschwester berichtet über einige Erstimpfungen

Auch die diplomierte Krankenschwester Verena-Maria Tippl aus Niederösterreich berichtet von derartigen Ereignissen: "Man kann schon beobachten, dass jetzt auch die Leute kommen, die bisher noch nicht gekommen sind, weil sie einfach zugewartet haben“. 

Zuletzt wurde in Teilen Österreichs bereits diskutiert, ob man nicht ob der mangelnden Impfbereitschaft der Bevölkerung nicht einige Impfstraßen bereits schließen sollte, in Niederösterreich wird von diesem Vorschlag jedenfalls nichts gehalten. Die 500 Impfstellen zu denen auch Impfbusse und Ordinationen gehören, sollen demnach aufrecht erhalten bleiben, um den Unwilligen nach vor die Gelegenheit zu geben ihre Meinung möglichst unbürokratisch zu überdenken und sich den Stich schnellstmöglich abzuholen.