Nur hier steigen die Corona-Zahlen jetzt noch an

Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
Am Mittwoch tagte die Ampel-Kommission. Der Ausblick der Experten ist optimistisch. Nur vier Bezirke weisen einen steigenden 14-Tages-Trend auf.

Vor einer Woche gab es mit der Orange-Schaltung eines Bundeslands einen Corona-Ampel-Paukenschlag. Nach wochenlanger Rot-Phase verließ das Burgenland die höchste warnstufe und ordnete sich bei Orange ein. Dabei ist es laut der Ampel-Kommission auch diese Woche geblieben. Und nicht nur das: Das Burgenland hat im orangen Bereich Gesellschaft von einem zweiten Bundesland bekommen:

 Die zuständige Kommission hat am Mittwoch auch Niederösterreich auf die zweithöchste Warnebene zurückgestuft.

Alle anderen Bundesländer verweilen auch weiterhin im roten Bereich. Anzumerken ist allerdings, dass sich – mit Ausnahme Vorarlbergs, Tirols und der Steiermark – alle Länder aus der höchsten Gefahrenzone hinausbewegen.

Burgenland wohl bald gelb

Das Burgenland ist sogar schon auf dem Weg Richtung Gelb, heißt es laut der Ampel-Kommission. In der entsprechenden Aussendung der Kommission wurde betont, dass das Burgenland nämlich erstmals den Schwellenwert dafür unterschritten.

Man liege demnach sowohl bei der risikoadjustierten Inzidenz – Faktoren wie Alter der Erkrankten mit einberechnet – als auch bei der reinen Fallzahl unter 50 auf 100.000 Einwohner.

Nächsten Bundesländer bald orange

Auch im Falle von vier weiteren Bundesländern könnte es eine Bewegung in Richtung "orange" geben: Wien, Oberösterreich, Salzburg und Kärnten werden laut Prognosen bei anhaltendem Trend von Rot auf Orange geschaltet.

 Ein Bundesland ist von solch einer Entwicklung allerdings noch deutlich entfernt – trotz rückläufiger Zahlen. Dabei handelt es sich um die Testregion Vorarlberg. 

Hier liegen bei Inzidenzen nämlich knapp über 150 auf 100.000 Einwohner. "Orange" gibt es aber erst ab einem Inzidenzwert von 100 – und das drei Wochen in Folge.

Öffnungen vertretbar

Insgesamt ist der Ausblick der Kommission optimistisch. Angesichts der Entspannung auch auf den Intensivstationen, wo mittlerweile alle Bundesländer deutlich unter der kritischen Marke von 33 Prozent liegen, werden Ausgangsbeschränkungen ab 15. Mai nicht mehr für nötig gehalten.

Die anstehenden Öffnungsschritte ab dem 19. Mai erscheinen der Kommission als "gerechtfertigt". Dennoch sollen die Schutzmaßnahmen auch weiterhin mitgetragen werden (Tests,  Abstand, auf Gruppengröße achten, etc.).

Hier steigen Zahlen 

Derzeit weisen vier Bezirke bzw. Regionen einen steigenden 14-Tages-Trend auf. 

 Dabei handelt es sich um Lilienfeld, Kirchdorf an der Krems, Großes Walsertal und Imst. Letzterer Bezirk ist auch jener mit der bundesweit höchsten Inzidenz (261,3).

Keine Neuinfektionen gibt es in der kleinen burgenländischen Stadt Rust. Im Bezirk Waidhofen an der Thaya ist das Infektionsgeschehen mit einer Inzidenz von 3,9 beinahe auch äußerst niedrig. Insgesamt haben 19 der 96 Bezirke bzw. Regionen eine Inzidenz von unter 50, weitere 37 unter 100.

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