Coronavirus

Nur noch jeder Vierte weiß, wo er sich infiziert hat

Es sind nicht nur die absoluten Zahlen, die ein düsteres Bild für Österreich in Coronafragen zeichnen. Auch andere Indikatoren sind alarmierend. 
Michael Rauhofer-Redl
06.11.2020, 13:58

6.464 neue Corona-Fälle wurden in Österreich von Donnerstag auf Freitag registriert. Am schlimmsten hat es Oberösterreich erwischt, wo 1.532 Neuinfizierungen hinzu gekommen sind. Zum Vergleich: Die auf Platz zwei liegende Steiermark kommt auf "nur" 981 neue Fälle. Ebenfalls schlimm: Die Zahl der Todesfälle, die mit Covid-19 zusammenhängen, ist um 72 auf insgesamt 1.340 Personen angestiegen. 

Ein weiteres Detail, das die Verantwortlichen vor massive Probleme stellt und Beobachter besorgt zur Kenntnis nehmen müssen, wurde bei Corona-PK von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag von Daniela Schmid, der Sprecherin der Corona-Kommission, mitgeteilt. Denn laut Schmid konnte zuletzt nur noch bei 27 Prozent aller Ansteckungen die Infektionsquelle eruiert werden. Das bedeutet, dass bei 73 Prozent, fast in drei Viertel aller Fälle, das Contact Tracing nicht mehr funktioniert. 

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Diese Entwicklung ist dramatisch. Denn noch in der Vorwoche konnte man zumindest bei gut der Hälfte aller eingelangten Fälle nachvollziehen, wo sich der Betroffene mit dem SARS-CoV-2 infiziert hat.