Eine 40-jährige Frau aus Marchtrenk ist nach massiven Verletzungen im Bauch- und Unterleibsbereich verblutet. Ihr zehn Jahre älterer Ehemann soll die Verletzungen beim Sex verursacht haben. Der 50-Jährige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft, so die "Kronen Zeitung" Montagabend.
Die Oberösterreicherin war demnach vor rund drei Wochen schwer verletzt und stark blutend in das Klinikum Wels gebracht worden. Die Ärzte kämpften um ihr Leben, konnten die Frau aber nicht mehr retten.
Bei der anschließenden Obduktion stellten die Gerichtsmediziner schwere Verletzungen im Bauch- und Unterleibsbereich fest. Diese dürften laut den bisherigen Ermittlungen durch massive Gewalteinwirkung verursacht worden sein.
Der Verdacht fiel auf den Ehemann der Verstorbenen. Bei seiner Einvernahme soll er angegeben haben, dass es bei einem gemeinsamen "Sexspiel" zu einem "Unfall" gekommen sei. Seine Schilderungen sollen jedoch nicht vollständig mit dem äußerst brutalen Verletzungsbild übereinstimmen.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand sollen sowohl der 50-Jährige als auch seine Ehefrau berauscht gewesen sein. Die Frau könnte dadurch nicht mehr in der Lage gewesen sein, sich zu wehren oder ihren Willen klar auszudrücken.
Ob sie dem "Sexspiel" ursprünglich zugestimmt hatte und was sich in der gemeinsamen Wohnung tatsächlich abspielte, ist ungeklärt.
Gegen den Mann wird nicht wegen Mordes ermittelt – die Ermittler gehen derzeit nicht von einer Tötungsabsicht aus. Im Raum steht jedoch der Verdacht des sexuellen Missbrauchs einer wehrlosen oder psychisch beeinträchtigten Person mit Todesfolge.
Das Gesetz sieht dafür eine Freiheitsstrafe von zehn bis 20 Jahren oder lebenslange Haft vor. Für den 50-Jährigen gilt die Unschuldsvermutung.