Knapp zwei Wochen vor dem WM-Start herrscht bei ÖFB-Gegner Argentinien eine akute Personalkrise. Gleich mehrere Leistungsträger fehlen verletzungsbedingt und können wohl keines der zwei verbleibenden Testspiele vor dem Auftakt in die Endrunde spielen – allen voran Superstar Lionel Messi.
Der Superstar laboriert weiterhin an einer Muskelverletzung und wird auch im vorletzten WM-Test in der Nacht auf Sonntag gegen Honduras (02:00 Uhr MESZ) geschont. Neben Messi steht auch Stürmer Julian Alvarez nicht zur Verfügung. Der Angreifer kämpft noch mit Problemen am Knöchel und konnte zuletzt kein Mannschaftstraining absolvieren.
Doch damit nicht genug. Auch in der Defensive fehlen wichtige Stützen. Torhüter Emiliano Martinez muss nach einem Fingerbruch pausieren. Der Aston-Villa-Keeper hatte sich die Verletzung beim Aufwärmen vor dem Europa-League-Finale zugezogen. Zudem sind die Außenverteidiger Gonzalo Montiel und Nahuel Molina noch nicht vollständig fit. Auch Mittelfeldspieler Leandro Paredes und Offensivtalent Nicolas Paz stehen auf der Verletztenliste.
Gegen Honduras dürfte Scaloni jedenfalls kein Risiko eingehen. Deshalb könnten auch Spieler zum Zug kommen, die als mögliche Nachrücker für den WM-Kader mitgereist sind. Darunter befindet sich auch Ex-Salzburg-Profi Nicolas Capaldo, der mittlerweile für den Hamburger SV spielt. Angesichts der zahlreichen Ausfälle könnte der Argentinier unverhofft zu wertvollen Einsatzminuten kommen.
Drei Tage nach dem Honduras-Test trifft Argentinien auf Island. Auch in diesem Spiel dürfte Messi laut Medienberichten noch nicht eingesetzt werden. Der 38-Jährige trainierte nach seiner Verletzung zuletzt überwiegend individuell und soll erst für die Weltmeisterschaft vollständig fit werden.