"Beginnt im Morgengrauen"

Stress für ÖFB-Stars: Arzt misst täglich Blutwerte

Nicht nur die Spieler, auch die Betreuer sind bei der WM gefordert. Einer von ihnen: Dr. Michael Fiedler, der Teamarzt. Der Steirer gewährt Einblicke.
Sport Heute
05.06.2026, 10:16
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Während Österreichs Nationalmannschaft bei der Fußball-WM auf Punktejagd geht, kämpft Teamarzt Michael Fiedler gegen ganz andere Gegner: Jetlag, Hitze und Höhenluft.

Der Oberarzt des AUVA-UKH Steiermark in Graz ist für die medizinische Betreuung der ÖFB-Stars verantwortlich. Neun Stunden Zeitverschiebung zum Teamcamp in Santa Barbara, mögliche Hitzeschlachten in den USA und eine eventuelle Höhenanpassung in Mexiko stellen den Unfallchirurgen vor besondere Herausforderungen.

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"Unser Tag beginnt im Morgengrauen mit der Bestimmung der CK-Blutwerte. Nur so können wir dem Trainerteam um Ralf Rangnick genaue Empfehlungen für die Trainingssteuerung geben", erklärt Fiedler. Die Werte liefern Hinweise auf die Muskelbelastung der Spieler und helfen dabei, Überlastungen frühzeitig zu erkennen.

Die sogenannten "Hitzeprotokolle" sind für das Überstehen der Gruppenphase genauso entscheidend wie die Taktik auf dem Rasen. Im Vorfeld bedurfte es zudem enormer logistischer Planungen, da zwischen den einzelnen amerikanischen Spielorten teils erhebliche Temperatur - und Zeitzonen - Unterschiede existieren.

Die eigentliche Bewährungsprobe begann für den Teamarzt jedoch schon in den vergangenen Monaten. Bereits während der Lehrgänge lag der Fokus auf präziser Diagnostik und dem nahtlosen Zusammenspiel mit der Sportwissenschaft.

"Unsere Aufgabe geht weit über den Einsatz bei den Spielen hinaus", so Fiedler. "Es geht um akribische Präventionsarbeit, Rehabilitationstraining und die perfekte Abstimmung der Ernährung, für die in unserem Betreuerstab Martin Rinderer verantwortlich zeichnet."

Dass Fiedler genau weiß, wie Fußballer ticken, verdankt er seinen tiefen Wurzeln im Grazer Sport. Er betreut seit zwölf Jahren Sturm Graz, davor die 99ers und den ATSE , darüber hinaus die Basketballer der Fürstenfeld Panthers sowie die Alpin-Damen des ÖSV.

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Seit 2012 steht er in den Diensten des ÖFB, wo er als Nachwuchsteamarzt begann. "Es erfüllt mich mit unglaublichem Stolz, dass ich Spieler wie Xaver Schlager, Konny Laimer, Patrick Pentz, Niki Seiwald, Alexander Prass, Florian Wiegele und Alessandro Schöpf teils schon kenne, seit sie 14 Jahre alt sind", sagt der Steirer. Dass er sie nun auf der größten Bühne des Weltfußballs medizinisch verantwortet, ist der bisherige Höhepunkt seiner Laufbahn.

Auf das Abschneiden des ÖFB-Teams bei der WM angesprochen, meint Fiedler: "Die Erwartungshaltung der ganzen österreichischen Nation ist sehr hoch, auch unsere sind sehr hoch. Das Minimalziel muss einmal das Überstehen der Gruppenphase sein."

{title && {title} } red, {title && {title} } 05.06.2026, 10:16
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