1:0 führte Leipzig im Topspiel der 18. Runde der deutschen Bundesliga, in einer furiosen zweiten Halbzeit drehten die Münchner allerdings das Spiel. Serge Gnabry (50.), Harry Kane (67.), Jonathan Tah (82.), Aleksandar Pavlovic (85.) und Michael Olise (88.) netzten für die furiosen Bayern.
Im Mittelpunkt stand zunächst aber ÖFB-Legionär Nicolas Seiwald nach einem harten Einstieg gegen Bayerns Leon Goretzka in der 29. Minute. Der Mittelfeld-Motor der Sachsen hatte seinen Gegenspieler mit offener Sohle am Knöchel getroffen. Schiedsrichter Sascha Stegemann zeigte dem ÖFB-Star die gelbe Karte. Bei unseren Nachbarn wurde aber durchaus impulsiv über Rot diskutiert.
Vor allem auch Goretzka selbst, der nach dem Pausenpfiff dem Schiedsrichtergespann seinen Knöchel zeigte, letztendlich in der Kabine blieb und durch Joshua Kimmich ersetzt wurde. Zunächst hatte Goretzka minutenlang behandelt werden müssen, bis zum Pausenpfiff aber weitermachen können. Er schimpfte mehrmals deutlich sichtbar über das Einsteigen des ÖFB-Teamspielers.
Der Video-Referee hatte sich nicht gemeldet, die Szene war nicht überprüft worden. "Ich bin von vornherein bei Gelb geblieben. Wir sehen natürlich eine lange Leine von Schiedsrichter Stegemann in diesem Spiel und dementsprechend habe ich gar nicht über Rot nachgedacht", meinte die "Sky"-Expertin Tabea Kemme. Lothar Matthäus, der ebenso das Spiel für den Pay-TV-Sender analysierte, sah es ähnlich. "Es war ein harter Tritt. Aber der Schiedsrichter hat eine lange Leine gelassen." Der Ex-Kicker betonte aber: "Für solche Fouls hat es in der Bundesliga auch das eine oder andere Mal Rot gegeben."