Das ÖFB-Team verlor im zweiten Gruppenspiel gegen Argentinien mit 0:2 – danach gingen in Österreich die Wogen hoch. Für Ärger sorgte vor allem ein nicht geahndetes Foul an Xaver Schlager im Vorfeld des ersten Tores. Auffallend dabei: Der VAR blieb stumm. Für Rangnick ist das jedenfalls kein Einzelfall, wenn die vermeintlichen Underdogs gegen die "Großen" spielen.
Denn der Teamchef sieht Parallelen zum zwischenzeitlichen 1:0 von Deutschland gegen Ecuador – dort traf in der Entstehung Aleks Pavlovic seinen Gegner mit der Sohle am Kopf, eine VAR-Überprüfung blieb dennoch aus. Der 67-Jährige äußerte deshalb nun einen schweren Vorwurf, sieht ein grundsätzliches Problem beim Einsatz des Videobeweises.
"Im Moment drängt sich der ungute Verdacht auf, dass man sich in solchen Situationen nicht immer traut, gegen die vermeintlich größere Nation die Entscheidung zu treffen – die man eigentlich hätte treffen müssen", äußert Rangnick seinen bösen VAR-Verdacht.
Der Deutsche fordert deshalb, dass die Videoschiedsrichter unabhängig vom Gegner konsequent eingreifen. "Und da wünsche ich mir schon, dass die VARs schon ihr Amt ausüben, und zwar unabhängig davon, wer da gerade gegen wen spielt", macht der ÖFB-Teamchef unmissverständlich klar.
Dabei sah er nicht nur bei den Spielen von Österreich und Deutschland umstrittene Entscheidungen des VAR: " Es gab im Gruppenverlauf jetzt schon zwei, drei weitere Spiele, wo der Einsatz des VAR nicht sehr einheitlich gehandhabt wird.