"Richtig angefühlt"

ÖFB verliert Tormann-Talent an Bosnien

Der ÖFB muss den Verlust des nächsten Talents verkraften. Torhüter Salko Hamzic will künftig offenbar für Bosnien und Herzegowina auflaufen.
Sport Heute
04.09.2026, 21:48
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Der ÖFB verliert das nächste Talent. Torhüter Salko Hamzic, der sowohl die österreichische als auch die bosnische Staatsbürgerschaft besitzt, will künftig für Bosnien und Herzegowina auflaufen.

"Ich habe in den letzten Wochen mit dem bosnischen Nationalteam kommuniziert. Wir haben über die Zukunft gesprochen. Ehrlicherweise hat mich das schon sehr überzeugt", erklärt der 19-Jährige im Interview mit "90minuten".

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Dabei betont Hamzic, dass seine Wahl nicht als Absage an Österreich verstanden werden soll. "Grundsätzlich habe ich Bosnien aber gesagt, dass ich gerne dabei wäre, wenn sie mich einladen. Es hat sich damals komplett richtig angefühlt, mich für Österreich zu entscheiden. Genauso fühlt sich aber auch diese Entscheidung jetzt richtig an."

Hamzic stammt aus der Nachwuchsabteilung von Red Bull Salzburg und debütierte bereits mit 14 Jahren für die U18 der Akademie. Noch vor seinem 17. Geburtstag stand er erstmals für Liefering in der 2. Liga zwischen den Pfosten. Insgesamt absolvierte er dort 27 Spiele, ehe er in diesem Sommer zur WSG Tirol wechselte.

2023 nahm der gebürtige Salzburger am Perspektivspielerlehrgang von ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick teil. Anschließend erhielt er die österreichische Staatsbürgerschaft und kam für die U18 dreimal sowie für die U19 neunmal zum Einsatz. Zuvor hatte Hamzic bereits einen Nachwuchslehrgang von Bosnien und Herzegowina absolviert. Kontakt zu Rangnick habe es zuletzt nicht gegeben.

"Mir ist bewusst, dass etwas auf mich zukommen kann"

Dass seine Entscheidung für Diskussionen sorgen könnte, ist Hamzic bewusst. "Mir ist bewusst, dass etwas auf mich zukommen kann. Das gehört zu diesem Schritt dazu. Ich denke aber, dass es wichtig ist, solche Entscheidungen klar auszusprechen."

Ausschlaggebend sei vor allem die sportliche Perspektive gewesen. "Es war, wie gesagt, keine Entscheidung gegen den ÖFB, sondern für Bosnien, wo ich meine Wurzeln habe", erklärt Hamzic. Für die Unterstützung und Wertschätzung beim ÖFB sei er dennoch dankbar.

Hamzic wäre nicht das erste Talent, das sich gegen Österreich entscheidet. Zuvor schlugen unter anderem Jusuf Gazibegovic, Emir Karic, Amar Dedic und Ermin Mahmic einen anderen Weg ein.

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 04.09.2026, 22:12, 04.09.2026, 21:48
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