Der SCR Altach steht souverän im Achtelfinale des ÖFB-Cups. Die Vorarlberger ließen dem SK Bischofshofen beim 7:0-Kantersieg keine Chance. Für den Außenseiter könnte es gleichzeitig das letzte Spiel seiner über 90-jährigen Vereinsgeschichte gewesen sein.
Altach stellte bereits vor der Pause klare Verhältnisse her. Yann Massombo eröffnete in der achten Minute den Torreigen, Kapitän Lukas Jäger erhöhte auf 2:0 (25.). Ousmane Diawara traf doppelt (27., 45.), dazwischen war Benjamin Böckle erfolgreich (30.). Mit einer 5:0-Führung ging es in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel machte der Bundesligist weiter. Srdjan Hrstic erzielte in der 56. Minute das 6:0, ehe Rodney Elongo-Yombo mit seinem Premierentreffer in der 79. Minute den 7:0-Endstand herstellte. Einziger Wermutstropfen für Altach war die drohende Verletzung von Marko Raguz, der ausgewechselt werden musste.
Für Bischofshofen hatte die Partie hingegen einen besonders bitteren Beigeschmack. Weil dem Klub eine geeignete Heimspielstätte fehlt und keine Lösung gefunden werden konnte, nimmt der Verein nicht mehr am Ligabetrieb teil. Deshalb erhielt auch Altach für das Cup-Duell das Heimrecht.
Wie außergewöhnlich die Situation beim BSK ist, zeigte ein Blick auf den Kader. Auf der Ersatzbank saßen unter anderem der 62-jährige Walter Weiss und der erst 15 Jahre alte Torhüter Aurelio Simic – beide kamen im Laufe der Partie sogar zum Einsatz.
Vor dem Anpfiff machten die Bischofshofener Spieler mit einem Transparent auf ihre schwierige Lage und das drohende Ende des Vereins aufmerksam. Nach dem Cup-Aus könnte die Partie in Altach nun tatsächlich das letzte Spiel der Vereinsgeschichte gewesen sein.