Thailand

Öl von gesunkenem Frachter erreicht Urlaubsparadies

Nach einem Schiffsunglück im Indischen Ozean werden nun Ölreste an die Strände der beliebten Urlaubsinsel Phuket in Thailand gespült.
André Wilding
27.02.2026, 08:41
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In Thailand wird Erdöl, das aus einem im Indischen Ozean gesunkenen Frachter ausgetreten ist, an die Strände der berühmten Urlaubsinsel Phuket gespült. Der örtliche Abgeordnete Chalermpong Saengdee sagte am Freitag der Nachrichtenagentur AFP, die Ölrückstände hätten Ya Nui Beach sowie kleinere Inseln in der Provinz Phuket erreicht.

"Das ist sehr beunruhigend"

Das Öl verschmutze den bei Touristen wegen seines türkisfarbenen Wassers beliebten Strand Banana Beach auf Koh Hey und werde sich vermutlich weiter ausbreiten. "Das ist sehr beunruhigend, weil der Vorfall zwei Wochen zurückliegt, sich die Lage nicht verbessert und eine Gefahr für Meereslebewesen und Korallenriffe darstellt", sagte der Abgeordnete. "Wir sind auch beunruhigt, weil es sich auf Thailands Tourismus und Wirtschaft auswirken  könnte".

Das unter der Flagge Panamas fahrende Frachtschiff "Sealloyd Arc" war am 7. Februar auf dem Weg nach Bangladesch vor Phuket gesunken. Nach Angaben der thailändischen Behörden traten rund 1700 Liter Öl aus. Das Schiff liegt in rund 60 Metern Tiefe, weshalb Taucher das Leck nur schwer erreichen können, wie Chalermpong sagte.

Warnung vor langwierigen Schäden

Im örtlichen Fernsehsender PBS waren Anwohner zu sehen, die die Strände mit Harken und Eimern absuchten, um Ölklumpen einzusammeln. Die thailändische Marine setzte im Kampf gegen die Ölverschmutzung Dispersionsmittel ein. Chalermpong rief die Regierung auf, Geld für eine Bergung des Wracks bereitzustellen.

Die thailändische Meeres- und Küstenschutzbehörde verzeichnete zwischen 2017 und 2021 130 Ölverschmutzungen in mehr als 23 Provinzen. Umweltschutzorganisationen warnen vor schweren und langwierigen Schäden für Ökosysteme durch Ölverschmutzungen - sie schaden Wildtieren, kontaminieren Nahrungsquellen und setzen giftige Chemikalien frei.

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