Die Schmerzen sind zu groß! Nachdem Eisschnellläuferin Vanessa Herzog am Montag über 1.000 m angeschlagen an den Start gegangen war, beschloss sie nun, ihre vierten Olympischen Winterspiele vorzeitig zu beenden. Die Tirolerin wird am Mittwoch die Reise aus Mailand in ihre Wahl-Heimat Kärnten antreten und somit auf ihre Paradediziplin, die 500 m verzichten. "Der Körper gibt mir meine Grenzen vor. Nun ist der Punkt erreicht, an dem die Schmerzen wieder unerträglich sind.
So kann ich keine Rennen fahren. Ich habe wirklich alles versucht, aber es soll einfach nicht sein", erklärt die zweifache Olympia-Vierte. "Ich musste in den letzten Tagen viele Schmerzmittel nehmen, um überhaupt an den Start gehen zu können. Meine Situation hat sich aber weiter verschlechtert. Ich habe mittlerweile auch Schmerzen beim Sitzen und beim Gehen." Herzog kämpft seit Wochen mit starken Rückenschmerzen. Mitte Jänner wurde bei ihr eine Bandscheibenvorwölbung, die auf einen Nerv drückt, eine beidseitige Entzündung des Iliosakralgelenks sowie ein Hüftödem diagnostiziert.
Lange stand hinter ihrem Antreten bei den Olympischen Winterspielen ein Fragezeichen, erst nach dem Abschlusstraining entschied sie sich für einen Start. Nun bricht sie nach Abstimmung mit den ÖOC-Ärzten ihr Olympia-Abenteuer ab. In den nächsten Wochen und Monaten soll der Fokus voll und ganz auf dem Heilungsprozess liegen. "Ich werde jetzt schauen, dass mein Rücken wieder zu hundert Prozent fit wird", so Herzog. Ein Karriereende schloss die 30-Jährige aber aus.