Der 27-jährige Mandlbauer kippte am Samstag im zweiten Lauf mit seinen Anschiebern Daniel Bertschler, Sebastian Mitterer und Daiyehan Nichols-Bardi am Ausgang der Kurve neun um. Der Unfall geschah bei rund 115 km/h.
Mandlbauers Bob rutschte daraufhin die Bahn weiter entlang, stoppte erst, als es beim Zieleinlauf bergauf ging und rutschte dann wieder hinunter, ehe der Bob dann in einer Kurve liegen blieb. Es wurde ganz still an der Olympia-Eisbahn. Mandlbauer musste mit einer Trage abtransportiert werden, seine Teamkollegen konnten den Schlitten eigenständig verlassen und schienen nicht schwer verletzt zu sein. Der 27-jährige Bobpilot war minutenlang nicht in der Live-TV-Übertragung zu sehen gewesen.
Ersten Meldungen im ORF zufolge habe Mandlbauer über Nackenschmerzen geklagt, sei aber ansprechbar gewesen und habe seinen Körper auch bewegen können. Er kam jedenfalls sofort ins Krankenhaus.Nach Untersuchungen von ÖOC-Arzt Dr. Bernhard Unterkofler, wurde er für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus Codovilla gebracht. Der 27-Jährige war ansprechbar, konnte alles bewegen und ist stabil.
Das Rennen war für fast 20 Minuten unterbrochen. Es war der erste schwere Sturz im Eiskanal bei den Winterspielen in Norditalien. Im weiteren Verlauf stürzten auch der französische Bob von Pilot Romain Heinrich und das Team aus Trinidad und Tobago um Pilot Axel Brown.
Mandlbauer hatte nach dem ersten Lauf auf dem 21. Rang gelegen. Sein bestes Ergebnis im Weltcup war in dieser Saison ein elfter Platz im Jänner in St. Moritz gewesen.