Zur Wochenmitte zeichnen sich laut Unwetterzentrale (uwz.at) mit Durchzug einer Kaltfront verbreitet Schauer und teils schwere Gewitter ab, wobei die Unwettergefahr besonders im östlichen Landesteilen vorerst noch erhöht bleibt.
"Aktuell haben wir eine sehr große Temperaturspanne von West nach Ost. Bregenz meldet 18 Grad, die Hohe Warte in Wien 31 Grad. Im Osten und Süden Österreichs kann die Sonne derzeit auch noch ungehindert einstrahlen, so dass in den nächsten 1 bis 2 Stunden wohl noch mit einem weiteren Temperaturanstieg um 2 bis 3 Grad auf maximal 33 bis 34 Grad zu rechnen ist", erklärt Wetter-Experte Andreas Demel von UBIMET.
Danach werden die Wolken zahlreicher, es bilden sich Schauer und Gewitter und damit ist auch kein weiterer Anstieg mehr möglich. "Einen klaren Hitzepol kann man dabei nicht ausmachen, vom Weinviertel über das Burgenland bis nach Unterkärnten sind die 32-34 Grad gleichermaßen verteilt", so der Meteorologe gegenüber "Heute".
Mittlerweile hat die Unwetterzentrale für mehrere Bundesländer eine erhöhte Wetter-Warnstufe ausgegeben. "Eine Kaltfront zieht von Deutschland ostwärts über Österreich hinweg. Diese bringt bereits in den westlichen Landesteilen gewittrigen Starkregen. Lokal ist mit Überflutungen zu rechnen", so Demel.
Und weiter: "Im Osten und Süden hingegen, wo die Sonne jetzt noch einstrahlen kann und wo die deutlich höheren Temperaturen und damit deutlich mehr Energie in der Atmosphäre anzutreffen ist, sind am Nachmittag schwere Gewitter zu erwarten. Diese werden begleitet von Starkregen, aber auch Hagel um drei Zentimeter sowie Sturmböen sind mit dabei."
In einem Bogen vom Waldviertel über den Dachstein bis nach Lienz sind östlich davon "bei erhöhtem Unwetterpotential und ab 14 bis 20-21 Uhr schwere Gewitter zu erwarten", stellt der Wetter-Experte gegenüber "Heute" klar. Dabei ist auch im Osten des Landes mit Gewittern zu rechnen – auch in der Bundeshauptstadt. "Ja, auch über Wien kann heute ein schweres Gewitter ziehen", so Demel.
Der Donnerstag bringt dann hinter der durchgezogenen Kaltfront bereits eine deutlich Wetterberuhigung. Dabei stellt sich ein freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein, nur am Alpenostrand weht kräftiger, föhniger Nordwestwind. Der Freitag verläuft im Zuge einer weiteren, aber schwachen Kaltfront leicht unbeständig. Das Wochenende verspricht bereits wieder sonniges und mit knapp 30 Grad auch angenehm sommerliches Wetter.
Am Donnerstag stellt sich im Waldviertel sowie im Osten ein freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein, im Mostviertel halten sich anfangs noch dichtere Wolken mit einzelnen Regenschauern, am Nachmittag stellt sich auch hier weitgehend trockenes Wetter mit ein paar sonnigen Abschnitten ein. Der Wind weht mäßig bis lebhaft, im Osten auch kräftig aus Nordwest. Mit 22 bis 27 Grad entsprechen die Temperaturen der Jahreszeit.
Am Freitag ziehen am Vormittag aus Nordwesten dichtere Wolken samt Regenschauern durch. Am Nachmittag stellt sich abseits der Alpen zunehmend sonniges Wetter ein, in den Voralpen sind auch am Nachmittag noch ein paar Schauer einzuplanen. Bei mäßigem bis lebhaftem Nordwestwind werden maximal 22 bis 26 Grad erreicht mit den höchsten Werten im Zentralraum.
Am Samstag stellt sich ein freundlicher Sonne-Wolken-Mix ein, ein paar durchziehende Wolkenfelder sowie Quellwolken bleiben harmlos. Der Wind weht vor allem am Alpenostrand noch lebhaft aus West bis Nordwest, lässt aber allmählich etwas nach. Mit 24 bis 28 Grad wird es angenehm sommerlich warm.