Auch am Montag ist im Osten Österreichs die 40-Grad-Marke gefallen: In Bad Deutsch-Altenburg wurden 40,1 Grad gemessen. Damit werden – nach dem 8. August 2013 und dem gestrigen Sonntag (28. Juni) – erst zum dritten Mal in der österreichischen Messgeschichte 40 Grad erreicht. Die 40,1 Grad bedeuten zugleich einen neuen Juni-Rekord für ganz Österreich.
Der österreichische Allzeitrekord von 40,5 Grad vom 8. August 2013 hält weiterhin – auch damals war Bad Deutsch-Altenburg der Hot-Spot des Landes.
In den nächsten Tagen gehen laut Prognose von tauernwetter.at die Temperaturen zurück. Eine spürbare Entlastung ist das aber nur in einem Teil des Landes, und auch nur vorübergehend. Denn bereits ab Mitte nächster Woche zeichnet sich "mit großer Wahrscheinlichkeit" der Aufbau einer neuen Hitzeglocke über West- und Mitteleuropa ab. Eine solche Neuauflage würde wieder die Quecksilbersäulen weit nach oben treiben.
Zur Einordnung zeigt Tauernwetter zwei 14-Tage-Temperaturprognosen für Klagenfurt und für Wien. Die orange Linie zeigt jeweils den wahrscheinlichsten Wert, die blaue Fläche die Schwankungsbreite aller Modellläufe. Die oberen Ränder dieser Fläche sind seltene Extremwerte einzelner Läufe und nicht die erwarteten Höchstwerte.
Die neuerliche Steigerung der Hitze ab Mitte nächster Woche ist zwar wahrscheinlich, aber noch nicht restlos gesichert. Wir hoffen, dass sich die Prognosen noch etwas abschwächen. Wie groß die Unsicherheit ist, lässt sich an der Schwankungsbreite in den Grafiken gut ablesen.
Aber: "Diese Entwicklung ist wahrscheinlich, aber noch nicht restlos gesichert", betont Meteorologe David Kaufmann. Konkrete Tageshöchstwerte ließen noch nicht seriös nennen. Was die Wettermodelle aber derzeit ausspucken, ist wenig erfreulich. "Wir hoffen, dass sich die Prognosen für die übernächste Woche noch etwas abschwächen."
Grund für solche Hitzeglocken – auch "Heat Dome" genannt – sind sogenannte Omega-Wetterlagen. Es sind blockierende Hochs, die die Großwetterlage über dem Kontinent bestimmen. Der Name kommt von seiner Form: Höhenströmungen verformen sich zur Gestalt des griechischen Buchstabens Omega (Ω).
Ein kräftiger Hochdruckrücken wölbt sich dabei weit nach Norden, flankiert von zwei Tiefdruckgebieten – dazwischen wird heiße Saharaluft nach Europa geschaufelt. Weil die sonst übliche Verlagerung der Tiefs von Westen nach Osten blockiert wird, bleibt das Hoch eine Woche oder länger nahezu ortsfest.
Am Mittwoch beginnt der Tag noch mit viel Sonne, im Süden und Osten wird es mit bis zu 35 Grad im Lavanttal erneut heiß. Von Westen her setzt in Osttirol aber schon um die Mittagszeit gewittrig durchsetzter Regen ein, der sich am Nachmittag auf Oberkärnten ausbreitet. Am späten Nachmittag und am Abend entwickeln sich dann in weiten Teilen des Landes Regenschauer und heftige Gewitter. Hagel und Sturmböen sind örtlich möglich.
Der Wind dreht auf Südost und frischt auf den Bergen teils kräftig auf. Die Frühtemperaturen liegen zwischen 14 und 20 Grad. In 2000 m Höhe hat es um 19 Grad.
Am Donnerstag beruhigt sich das Wetter. Nach Auflösung nächtlicher Restwolken scheint verbreitet die Sonne, auch wenn sich tagsüber ein paar Wolken bilden. Es ist deutlich kühler als an den Vortagen, die Höchstwerte erreichen 21 bis 29, ganz vereinzelt auch 30 Grad. Auf den Bergen weht kräftiger Nordwind. In 2000 m Höhe kühlt es auf rund 11 Grad ab.
Am Freitag scheint überwiegend die Sonne und es wird mit bis zu knapp über 30 Grad sommerlich warm. Erst am Nachmittag bilden sich über den Bergen ein paar Quellwolken, die aber meist harmlos bleiben. Nur vereinzelt ist ein kurzer Regenschauer nicht ganz ausgeschlossen. In 2000 m Höhe hat es um 11 Grad.