Bei einem Konzert des US-Rappers Ski Mask The Slump God sprang am Samstagabend ein Openair-Besucher von der Bühne und krachte auf den Boden. Gegenüber "20 Minuten" spricht der 19-jährige Stage Diver aus Österreich nun über seinen verhängnisvollen Sprung. "Ich habe beim Konzert von einem meiner Lieblingskünstler ein Schild hochgehalten mit der Aufschrift 'let me stage dive'. Daraufhin hat mich Ski Mask zu sich auf die Bühne geholt." Danach sei alles schnell gegangen.
Zum Verständnis: Am Openair Frauenfeld stehen zwei unterschiedlich hohe Bühnen direkt nebeneinander. "Eigentlich wollte ich von der tieferen Stage springen. Ski Mask ging zum Zeitpunkt, als ich auf die Bühne kam, jedoch auf die höhere Bühne." Als der 19-Jährige die Menge sah, stieg der Druck. "Alle Augen waren auf mich gerichtet. Es gab keinen Weg zurück." Als der Rapper ihn einzählte, habe der Österreicher kurzerhand Anlauf geholt und sei gesprungen. "Ich habe mir nicht viel dabei überlegt."
Momente später lag er auf dem Boden. "Da, wo ich hingesprungen bin, war die Menge nicht so dicht gedrängt. Deshalb konnte sie mich nicht auffangen." Beim Vorfall hatte der Openair-Besucher großes Glück. "Ich habe davon nur leichte Verletzungen getragen." Laut den Sanitätern sei sein Mittelhandknochen wohl gebrochen, so der Österreicher. Trotzdem habe er auf einen Spitalbesuch verzichtet. "Ich wollte das Openair nicht verlassen. Zudem hätte meine Krankenkasse einen Schweizer Spitalbesuch nicht bezahlt."
Auch zwei Tage nach dem Stage Dive bereut der 19-Jährige seine Aktion nicht. "Ich werde das Erlebnis auf der Bühne nie wieder vergessen. Jedoch würde ich das nächste Mal anders und nicht mehr von der hohen Stage springen." Die Schuld am missglückten Sprung sieht er jedoch alleine bei sich und nicht beim Rapper. "Ich habe ihn ja explizit darum gebeten, mich auf die Bühne zu holen."
Die Reaktionen aus seinem Umfeld auf das virale Video seien gemischt gewesen. In einem Punkt seien sich jedoch alle einig: "Alle sind froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist." Seinen Freunden habe er bereits vor der Reise in die Schweiz von seinem waghalsigen Vorhaben erzählt.