Die Waldbrände in Spanien fordern die Einsatzkräfte weiter enorm. Mitten im Geschehen ist auch der Flachgauer Lukas Prey. Der Hubschrauberpilot arbeitet für ein internationales Flugrettungsunternehmen und unterstützt in Andalusien die Feuerwehren aus der Luft.
Zu seinen Aufgaben zählen der Transport von Einsatzkräften sowie Löschflüge. Nach eigenen Angaben war der 28-Jährige zuletzt vier Tage lang ohne längere Unterbrechung im Einsatz.
Im ORF erklärte Prey, dass die Feuerwehrleute am Boden den Brand häufig nicht mit Wasser bekämpfen. "Die haben Hacken und Schaufeln dabei, graben den Boden damit wirklich um. Sie benutzen am Brand selten direkt Wasser, weil sie zu wenig tragen könnten, als dass es etwas bringen würde", schildert der Pilot.
Die Abstimmung zwischen Boden- und Luftkräften erfolgt per Funk. Wasserabwürfe von bis zu 1,3 Tonnen seien vor allem auf brennenden Wiesen wirksam. In Wäldern würden die Baumkronen jedoch oft verhindern, dass das Wasser bis zum Boden vordringt. Obwohl Prey seit einem Jahr bei Waldbränden im Einsatz ist, habe er "solche Dimensionen wie aktuell in Spanien" noch nie erlebt.
Die Hubschrauber unterstützen die Einsatzkräfte auch bei Evakuierungen. Aus der Luft wird beobachtet, wo sich Menschen befinden und welche Zufahrtsstraßen mit Löschwasser benetzt werden können, um eine Entzündung möglichst hinauszuzögern.
Nach offiziellen Angaben wurden in Spanien heuer bereits 63.000 Menschen vor den Flammen in Sicherheit gebracht. Außerdem fiel den Bränden bisher eine im Vergleich zum Vorjahr sechsmal größere Fläche zum Opfer.