Österreich bekommt ein neues Tennis-Doppel mit großen Ambitionen!
Lucas Miedler und Neil Oberleitner werden künftig gemeinsam auf der ATP-Tour und bei den Grand-Slam-Turnieren antreten. Dahinter steckt ein langfristiger Plan: Die beiden Österreicher wollen sich bis 2028 in der Weltspitze etablieren und bei den Olympischen Spielen in Los Angeles um eine Medaille kämpfen.
Lange müssen die Tennis-Fans womöglich nicht auf den ersten gemeinsamen Auftritt warten. Miedler und Oberleitner stehen im österreichischen Aufgebot für das Davis-Cup-Duell gegen Belgien am 18. und 19. September im Wiener Athletiksport Club.
Spätestens danach wird es ernst: Beim ATP-500-Turnier in Tokio soll das neue Doppel erstmals gemeinsam auf der Tour antreten.
Für Miedler beginnt damit ein neues Kapitel. Der 30-jährige Niederösterreicher liegt aktuell auf Platz 24 der Doppel-Weltrangliste und gehört seit Jahren zur erweiterten Weltspitze.
Zu seinen größten Erfolgen zählen die Turniersiege in Wien 2022 und 2024 sowie der Einzug ins Halbfinale des Masters in Paris 2025.
Jetzt will er gemeinsam mit seinem langjährigen Freund noch höher hinaus. "Das Ziel muss sein, bis 2028 den Sprung zu den besten acht Teams der Welt zu schaffen und bei Olympia um Edelmetall für Österreich zu kämpfen", gibt Miedler die Marschroute vor.
Sein neuer Partner erlebt gerade selbst einen steilen Aufstieg. Oberleitner hat sich in dieser Saison bis auf Platz 41 der Doppel-Weltrangliste nach vorne gearbeitet. Bei den French Open erreichte der 27-jährige Wiener das Viertelfinale, in Winston-Salem feierte er zuletzt seinen ersten ATP-Titel.
Für Miedler ist die Entwicklung seines künftigen Partners keine Überraschung.
"Neil und ich kennen uns schon lange. Wir haben 2020 schon ein Future-Turnier gewonnen. Er hat sich, seit er sich auf das Doppel fokussiert, extrem stark entwickelt", sagt Miedler.
"Luci ist einer meiner besten Freunde auf der Tour", sagt Oberleitner. Als Miedler ihm die fixe Zusammenarbeit angeboten habe, musste er deshalb nicht lange überlegen.
"Wir kennen uns schon sehr lange, machen abseits des Platzes viel und können das ganze Jahr gemeinsam trainieren", erklärt der Wiener.
Jetzt soll aus der Freundschaft ein rot-weiß-rotes Erfolgsprojekt werden.