1.673 Jahre Haft

Österreicher kassiert Rekord-Strafe in Thailand

Ein 54-jähriger Österreicher wurde in Thailand wegen jahrelangen Kindesmissbrauchs zu insgesamt 1.673 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Hintergründe.
André Wilding
26.05.2026, 09:05
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Ein Urteil aus Thailand sorgt derzeit international für Entsetzen! Ein 54-jähriger Österreicher wurde dort laut "Kronen Zeitung" zu einer Haftstrafe von insgesamt 1.673 Jahren verurteilt. Dem Mann wird vorgeworfen, seine Tochter über Jahre schwer missbraucht zu haben.

Die Taten sollen sich in der Provinz Nakhon Ratchasima im Nordosten des Landes abgespielt haben. Laut den Ermittlungen missbrauchte der Auswanderer das Mädchen bereits ab dem Volksschulalter.

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Besonders erschütternd: Der Mann soll seine Tochter auch an einen Fotografen weitergegeben haben, der das Kind ebenfalls missbrauchte und Nacktbilder anfertigte. Diese Aufnahmen sollen anschließend weiterverbreitet worden sein.

Hinweis brachte Fall ins Rollen

Laut Bericht lebte das Mädchen nach der Trennung der Eltern alleine mit dem Vater. Wenn sie sich gegen die Übergriffe wehren wollte, soll er gedroht haben, sie zurückzulassen, heißt es in der Tageszeitung.

Ins Rollen kamen die Ermittlungen nach einem Hinweis einer internationalen Hilfsorganisation. Diese hatte auf Chatgruppen aufmerksam gemacht, in denen Bilder des Kindes verbreitet worden sein sollen.

Vier Jahre nach der Festnahme fiel nun das rechtskräftige Urteil. Die enorme Strafhöhe erklärt sich dadurch, dass in Thailand jede einzelne Tat separat gewertet wird. Insgesamt werden dem 54-Jährigen 134 Delikte angelastet.

Maximal 50 Jahre in Haft

Trotz der verhängten 1.673 Jahre dürfte der Mann laut den dortigen Regeln maximal 50 Jahre in Haft bleiben. Angesichts seines Alters gilt es aber als wahrscheinlich, dass er das Gefängnis nicht mehr verlassen wird.

"Der Fall zeigt einmal mehr, wie wesentlich die internationale Zusammenarbeit und der enge Austausch zwischen Verbindungsbeamten des Innenministeriums und lokalen Behörden sind", erklärt Andreas Holzer, Direktor des Bundeskriminalamtes, gegenüber der "Krone".

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