Ein Hinweis aus den USA brachte die Ermittlungen ins Rollen: Ein 26-Jähriger aus dem Bezirk Feldkirch musste sich jetzt wegen Besitzes und Weitergabe von Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger vor Gericht verantworten.
Laut Anklage soll der Mann zwischen Februar 2024 und November 2025 mehr als hundert einschlägige Fotos und Videos auf vier Mobiltelefonen gespeichert haben. Die Dateien zeigten überwiegend unmündige, aber auch mündige Minderjährige. Zudem soll er entsprechende Videos weitergeleitet haben, wie "Vorarlberg online" berichtet.
Die Ermittlungen starteten nach einem Hinweis einer US-Behörde zur Verfolgung von Kinderpornografie, der an das österreichische Bundeskriminalamt weitergegeben wurde. Als die Polizei am 4. November 2025 zugriff, soll der 26-Jährige versucht haben, seine Handys zu zerstören, um Beweise zu vernichten. Außerdem habe er sich gegen die Festnahme gewehrt.
Vor Gericht zeigte sich der Angeklagte geständig. Er habe "Anschluss gesucht" und sei dadurch in entsprechende Gruppen geraten. Anfangs sei ihm nicht bewusst gewesen, womit er es zu tun habe. Sein Verteidiger sprach von Depressionen, einer Autismus-Diagnose und Drogenkonsum. Seit der Festnahme befinde sich der Mann in Therapie und lebe abstinent.
Die Richterin verurteilte den 26-Jährigen wegen Besitzes und Weitergabe von bildlichem sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial sowie wegen versuchten Widerstands gegen die Staatsgewalt und versuchter Beweismittelunterdrückung zu acht Monaten bedingter Haft. Zusätzlich muss er 960 Euro Geldstrafe zahlen.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.