Ein Babysitter aus Kärnten muss sich am Donnerstag vor dem Landesgericht Klagenfurt verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm schweren sexuellen Missbrauch von Unmündigen vor. Laut Anklage sind drei Kinder betroffen.
Dem Mann wird neben – teilweise schwerem – sexuellen Missbrauch auch der Missbrauch eines Autoritätsverhältnisses sowie die Herstellung von bildlich sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial vorgeworfen. Die Taten sollen sich im Bezirk Klagenfurt-Land ereignet haben.
Brisant: Der Angeklagte soll seine Taten gefilmt haben. Diese Videos führten schließlich zu seiner Ausforschung, bestätigte Gerichtssprecher Christian Liebhauser-Karl am Mittwoch auf APA-Anfrage einen Bericht der "Kronen Zeitung". Hinweise kamen von Cyber-Experten aus Australien, die im Darknet aufgetauchtes Material analysierten. Mithilfe von künstlicher Intelligenz und Gesichtserkennungssoftware gelang es, die Identität eines betroffenen Kindes festzustellen.
Die Staatsanwaltschaft beantragte zusätzlich die Unterbringung des Mannes in einem forensisch-therapeutischen Zentrum. Zwar sei er bei den Taten zurechnungsfähig gewesen, es bestehe jedoch die Gefahr weiterer Straftaten.
Das Schöffenverfahren beginnt am Donnerstag um 13.00 Uhr. Noch am selben Nachmittag könnte ein Urteil fallen.