Auswanderer Charly Ebster (55) aus Bludenz (Vbg.) strandete zu Beginn der Corona-Pandemie auf der südostasiatischen Insel Bali – jetzt macht er Kohle aus und hoffentlich auch mit Kokosnüssen.
Neben einer zuckersüßen Familie hat der Weltenbummler nämlich eine eigene Firma namens "Coco-Charlie" gegründet. Der findige Vorarlberger vertreibt jetzt eigens hergestellte Grillkohle aus Kokosnussschalen. Mit der will er in seiner alten Heimat Österreich, Deutschland und der Schweiz nun richtige Kohle machen.
Die Idee für das "Premium-Produkt" aus Pflanzen-Abfällen kam ihm laut eigenen Angaben "nach einigen Bintang-Bieren an einer Strandbar. Hier liegen überall so viele Kokosnuss-Schalen herum, die eigentlich niemand verwendet", so Ebster. Da dachte er sich: "Die sammeln wir zusammen und machen was draus".
Seither war der selbsternannte Grillmeister Feuer und Flamme. Gemeinsam mit dem Fabrikbesitzer und Geschäftspartner Yoga Indri entwickelte seine "intelligente Grillkohle" mit spezieller Form, die er auch patentieren ließ. Die Briketts werden "mit Strömungsrippen und einem Zugloch" in Form gebracht. Dadurch brennt die Kokos-Kohle länger und heißer als die von herkömmlichen Herstellern.
Zur Präsentation in der TV-Sendung "2 Minuten 2 Millionen" begleitete ihn seine Ehefrau Wien und Söhnchen Austin (6). "Im on fire", erklärte er vor den Fachleuten und hoffte, dass der Funke überspringt. Wie die Sache ausgeht, kann man am Dienstagabend um 20.15 Uhr auf PULS 4 und auf Joyn sehen. Fest steht: Neffe Tommy Ebster (iFLOW) ist für den Vertrieb verantwortlich, die Kohle könnte bereits morgen in 5-Kilo-Säcken großen Mengen ausgeliefert werden.