Rund 9.000 Kilometer liegen zwischen Österreich und der japanischen Stadt Sapporo, wo am Wochenende zwei Skisprung-Bewerbe stattfanden. Beide gewann Saison-Dominator Domen Prevc (Slo).
Jan Hörl wurde am ersten Tag Vierter, Daniel Tschofenig am zweiten Dritter. Stefan Kraft hätte sich die lange Reise hingegen sparen können. Der 32-jährige Jungpapa musste sich mit Rang neun begnügen – und wurde in der Qualifikation für das zweite Springen disqualifiziert. Grund: Sein Anzug war nicht regelkonform, das Bein war um fünf Millimeter zu lang.
"Es ist ein bisschen blöd gelaufen", erklärte ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl im "ORF". Das Team war davon ausgegangen, dass beim zuletzt im Sommer verwendeten Anzug alles passe. "Kann passieren, sollte aber nicht passieren. Es ist uns eine Lehre gewesen, dass wir noch genauer darauf schauen müssen."
Widhölzl betont, dass es im ÖSV der erste Fall überhaupt in diesem Jahr sei. "Aber ja, Regeln gelten für alle. Von dem her ist die Disqualifikation absolut in Ordnung, wenn es nicht passt."
Das Thema Material spielt beim Skispringen heuer eine besondere Rolle – im Vorjahr sorgten manipulierte Anzüge der Norweger für einen Eklat. Die FIS führte daher noch strengere Regeln und Kontrollen ein.
Vor den Winterspielen von Mailand/Cortina (It) stehen für die Springer noch die Skiflug-WM nächste Woche in Oberstdorf sowie die Generalprobe mit zwei Weltcup-Bewerben in Willingen auf dem Programm.