Ratlos im Interview

ÖSV-Star stutzig: "Bei Gott nicht. Unglaublich"

Vincent Kriechmayr setzte mit dem zweiten Platz bei der Lauberhorn-Abfahrt ein Ausrufezeichen für Olympia. Im Interview war er dennoch stutzig.
Sport Heute
17.01.2026, 13:56
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Endlich! Vincent Kriechmayr beendete für den ÖSV eine unglaubliche Durststrecke in der Abfahrt. Mehr als zwei Jahre waren die österreichischen Speed-Spezialisten in der Königsdisziplin ohne Podest. Beim Klassiker in Wengen änderte sich dies allerdings: Platz zwei für Kriechmayr, riesige Erleichterung und ein Ausrufezeichen in Richtung Olympia! Im ORF-Interview fehlten ihm dann die Worte – aber nicht vor Freude, sondern wegen Superstar Marco Odermatt.

ORF-Moderator Rainer Pariasek wollte bereits zu einer "sehr guten Fahrt" gratulieren. Kriechmayr drückte jedoch auf die Euphorie-Bremse. "Zumindest eine meiner besseren in der Abfahrt heuer", zeigte sich der 34-Jährige reflektiert. Der Anchor wollte ihm dann auch noch eine Kampfansage für die Zukunft entlocken. Darauf ließ sich der Österreicher aber nicht ein. "Es kann beim nächsten Mal auch wieder voll in die Hose gehen", sagte Kriechmayr mit einem Schmunzeln, wissend über seine Leistungsschwankungen in der laufenden Saison.

Odermatt macht Kriechmayr stutzig

Wieder einmal in einer eigenen Liga fuhr Seriensieger Marco Odermatt: 79 Hundertstel betrug schlussendlich sein Vorsprung auf den ÖSV-Star, die restliche Konkurrenz lag sogar noch weiter zurück. Der Rückstand machte Kriechmayr im ORF-Interview stutzig. "Zwei oder drei Zehntel finde ich aber acht Zehntel bei Gott nicht. Unglaublich, was er wieder abgeliefert hat", versuchte der ÖSV-Star die fehlenden Hundertstel auf die Fabelzeit des Schweizer Ski-Giganten zu erklären. Odermatt selbst sprach bei seinem vierten Wengen-Sieg in Folge von einer "perfekten Fahrt".

Durchwachsenes ÖSV-Rennen

Dritter wurde auf der Lauberhorn-Abfahrt der Italiener Giovanni Franzoni mit knapp einer Sekunde Rückstand (+0,90) auf den Schweizer Lokalmatador. Mit Daniel Hemetsberger, der Siebenter wurde, landete ein weiterer ÖSV-Läufer in den Top 10. Stefan Babinsky (+2,54), im Super-G noch Zweiter, enttäuschte beim Abfahrtsklassiker – und schaffte es nicht einmal in die Top 20.

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