Tschofenig galt als aussichtsreiche Medaillenhoffnung beim Großschanzen-Einzel in Val di Fiemme am Samstagabend. Doch für den Kärntner setzte es im wahrsten Sinne des Wortes eine Bruchlandung. Denn Tschofenig wurde disqualifiziert.
Der Grund dafür: bei Tschofenig stimmte die Schuhgröße nicht. Der Sprungschuh hat um vier Millimeter nicht die richtige Größe gehabt. Nach verkorksten Trainings hatte der Kärntner viel am Material herumgetüftelt und dabei wohl das Reglement aus den Augen verloren.
Davor war Tschofenig mit einem Satz auf 132,5 Meter auf den achten Zwischenrang gesegelt und hatte als drittbester Österreicher zur Halbzeit noch Chancen auf Edelmetall. In der Entscheidung durfte der ÖSV-Topspringer aber nicht mehr an den Start gehen. Profiteur war der Slowake Hektor Kapustik, der durch die Tschofenig-Disqualifikation noch ins Feld der Top 30 rutschte und so im Finale an den Start gehen durfte.
Es ist die erste Skisprung-Disqualifikation bei den Olympischen Spielen in Predazzo.