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Ohne Impfung keine Hostie - Diözese sperrt Pfarrer aus

Auch Diakone und Laien werden von der Verteilung der Kommunion ausgeschlossen. Impfung laut Papst "vernünftigste Lösung".
Heute Redaktion
12.01.2022, 08:00

Eine Diözese im Süden von Italienmacht jetzt ernst: Ab sofort dürfen im kampanischen Bistum Teano-Calvi nur noch geimpfte Pfarrer die Kommunion an die Gläubigen verteilen. Bischof Giacomo Cirulli erließ Anfang dieser Woche ein entsprechendes Dekret. Darin heißt es: „Aufgrund des Verlaufs der Covid-19-Epidemie mit einer weiterhin steigenden Zahl positiver Fälle in der Bevölkerung ist es ungeimpften Priestern, Ordensleuten und Laien untersagt, den Gläubigen die Eucharistie zu spenden.“

Cirulli ordnete ebenso an, dass "die Hostien auf dem Altar in den dafür vorgesehenen heiligen Gefäßen sorgfältig zugedeckt werden müssen." Die Gläubigen müssten die Maßnahmen und Hygienevorschriften zur Eindämmung der Pandemie in den Kirchen respektieren und streng durchsetzen. Der Zustand der Pandemie habe sich "ständig und ernsthaft verschlechtert", warnt der ausgebildete Mediziner und Chirurg seine Glaubensgemeinschaft. 

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Cirulli hatte bereits am 29. Dezember erste Maßnahmen gesetzt und "jegliche künstlerische Veranstaltung wie Konzerte oder andere Events" in den Räumlichkeiten der Diözese verboten. Nur eine vorab festgelegte Anzahl von Personen könne zur Messe zugelassen werden, so der Bischof. Um das zu kontrollieren empfahl er, Sicherheitskräfte vor dem Eingang der Kirchen zu positionieren. 

Laut Papst "Impfung moralische Pflicht"

Auch sein Chef, Papst Franziskus höchstpersönlich, outete sich bereits mehrmals als klarer Impfbefürworter. Am Montag sprach sich der Pontifex für eine zügige Fortsetzung der Impfkampagne gegen das Coronavirus aus. Die Corona-Schutzimpfung sei eine "moralische Pflicht".

"Es ist wichtig, dass die Bemühungen, die Bevölkerung so weit wie möglich zu immunisieren, fortgesetzt werden. Dies erfordert ein vielschichtiges Engagement auf persönlicher, politischer und internationaler Ebene. Zunächst einmal auf der persönlichen Ebene. Wir alle sind dafür verantwortlich, auf uns und unsere Gesundheit zu achten", so der Pontifex.

Zwar seien "Impfstoffe keine magischen Instrumente der Heilung". Dennoch sei sie "sicherlich die vernünftigste Lösung für die Prävention der Krankheit", zeigt sich der Papst zuversichtlich.