Drei Bewerbe haben es ins Olympia-Programm geschafft: Der Sprint bei Männern und Frauen, sowie die Mixed-Staffel. Die Einzelbewerbe gehen in Bormio am Donnerstag über die Bühne, der Mixed-Bewerb dann am Samstag. Johanna Hiemer und Paul Verbnjak sind für Österreich dabei. Sie haben Medaillenchancen.
Doch wie funktioniert der neue Olympia-Bewerb? Vielen begeisterten Wintersportlern dürfte das Prozedere bekannt vorkommen. Es ist die Olympia-Version des Skitourengehens. Und das möglichst schnell. International wird der Sport als "Skimo" bezeichnet, also eine Kurzversion des englischen Namens Ski Mountaineering.
Beim Skitourengehen bezwingt man jedenfalls einen Berg aufwärts mit den Skiern. Spezielle Bindungen machen es möglich, die Fersen anzuheben. Mit Steigfellen an der Unterseite der Skier wird verhindert, dass diese runterrutschen. Hat man die Spitze erreicht, geht es dann im Skifahren bergab. Dann lassen sich die Fersen wieder fixieren.
Und auch Skibergsteigen funktioniert genau so. In der Sprintvariante gibt es einen 610 Meter langen Kurs, dabei müssen 70 Höhenmeter bergauf im Zick-Zack-Muster bewältigt werden. Der Aufstieg setzt sich aus zwei Passagen auf Skiern zusammen, nur getrennt durch einen kurzen Sprint über Treppen. Da müssen die Skier auf den Rücken geschnallt werden. Die Ski sind mit rund 800 Gramm leichter als klassische Alpin-Ski.
Danach gibt es die Abfahrt durch einen Parcours, der Torabstand ist vergleichbar zu dem eines Riesentorlaufs bei den Alpinen. Davor reißen sich die Athleten die Felle von den Skiern, um schnell bergab fahren zu können. Jeder dieser Läufe dauert rund drei Minuten, es geht also in höchster Geschwindigkeit den Parcours hinauf und dann wieder hinunter.
Pro Durchgang treten sechs Aktive an, die Top Zwei kommen dann weiter.Im Mixed-Bewerb bestreiten Frauen und Männer je zwei Runden.