Das war nichts! Lisa Hörhagers Fahrt im ersten Slalom-Durchgang glich einem einzigen bitteren Kampf gegen den Berg. Bereits im oberen Teil hatte das ÖSV-Star einen groben Fehler – danach fand sie nicht mehr in die Spur zurück, ihr fehlte am flachen Hang jeglicher Speed. Das bittere Ergebnis: 3,00 Sekunden Rückstand im Ziel auf Shiffrin, nicht einmal in den Top 30 des Olympia-Bewerbs.
"Kompletter Blödsinn was ich da zusammengefahren bin", resümierte sie mit einem ironischen Lächeln im "ORF"-Interview. Sie wusste selbst wo die Zeit verloren ging: "Oben schon der Fehler und unten ins Ziel hinein hab ich auch geschwitzt. Ich glaub nur der Mittelteil war ganz okay." Fest steht jedenfalls: Vom Kurs ihres Trainers Mayrhofer konnte sie nicht profitieren – genau wie die anderen Österreicherinnen auch.
Was ihr nach ihrem Steher im oberen Teil durch den Kopf ging? "Da denkt man nur noch dran Gas zu geben, und dann gibt man irgendwie nicht Gas." Die Enttäuschung war der Österreicherin sichtlich anzusehen, nachdem sie sich für den Spezial-Slalom einiges vorgenommen hatte. Ihr Plan für den zweiten Lauf? "Ich weiß auch nicht", erklärte sie.
"Bei den olympischen Spiele hab ich gar nicht gezeigt was ich zeigen wollte. Jetzt schau ich dass ich einen Plan mache und halbwegs einen guten Lauf mache. Und dann bin ich froh wenn ich heimkomme."